• 14.12.2011, 12:07:17
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Mikl-Leitner: Europäische Kräfte gegen Schlepper bündeln

Ministergipfel zur Bekämpfung der Schlepperkriminalität und des Asylmissbrauchs am 7. März 2012

Wien (OTS) - "In Österreich verzeichnen wir seit Jahresbeginn
einen Anstieg von 27 Prozent an Aufgriffen von Schleppern und
Geschleppten im Vergleich zum Vorjahr. Die Asylantragszahlen sind mit
31 Prozent ähnlich in die Höhe geschnellt. Wobei hier wichtig ist,
den Asylmissbrauch zu bekämpfen, damit wir jenen die wirklich Schutz
brauchen auch wirklich helfen können. Immerhin sind fünf von sechs
dieser Asylwerber in Österreich nicht asylberechtigt. Wir sind jedoch
nicht die einzigen in Europa, die mit diesen Herausforderungen zu
kämpfen haben: Unsere europäischen Nachbarn sind mit demselben
alarmierenden Aufwärtstrend konfrontiert", so Innenministerin Mag.
Johanna Mikl-Leitner beim Innenministerrat in Brüssel. "Deswegen
setze ich mich für einen europäischen Schulterschluss zur Bekämpfung
der Schlepperkriminalität und des Asylmissbrauchs ein."

Am Rande des gestrigen Innenministerrats traf Mikl-Leitner daher ihre
deutschen und niederländischen Amtskollegen Hans-Peter Friedrich und
Gerd Leers zu Gesprächen zu diesem Thema. Deutschland und die
Niederlande sind - ähnlich wie Österreich - stark von der
Schlepperkriminalität und einem Anstieg des Asylmissbrauchs
betroffen.

Im Zentrum der Arbeitsgespräche stand die von Österreich und Ungarn
gestartete europäische Initiative zur Bekämpfung von illegaler
Migration. Als nächsten Schritt einigte sich Mikl-Leitner mit ihren
deutschen und niederländischen Amtskollegen im Frühjahr 2012 auf
Initiative der österreichischen Innenministerin einen Ministergipfel
jener Staaten abzuhalten, die besonders von illegaler Migration und
Asylmissbrauch betroffen sind. Ziel ist es, sich noch enger
abzustimmen und die weiteren Maßnahmen festzulegen. Am Gipfel sollen
maximal 10 Staaten teilnehmen. Vor dem regulären Innenministerrat am
8. März werden auf Initiative von Österreich, Niederlande und
Deutschland diese Länder zusammentreffen, um best practice-Modelle
auszutauschen und ein Maßnahmenpaket zu schnüren.

"Mein deutscher und niederländischer Amtskollege haben mir ihre volle
Unterstützung zugesagt. Wir müssen uns mit geballten europäischen
Kräften gegen die Schlepperkriminalität stellen", erklärte die
Innenministerin. "Es freut mich, dass wir dafür bereits starke
Partner gewinnen konnten."

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Inneres
   Hermann Muhr
   Pressesprecher der Bundesministerin
   Tel.: +43-(0)1-53126-2017
   mailto:[email protected]
   www.bmi.gv.at
   
   Bundesministerium für Inneres
   Kompetenzcenter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit - Pressestelle
   +43-(0)1-53 126-2488
   [email protected]
   www.bmi.gv.at

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