- 14.12.2011, 10:59:06
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Probleme treiben an, nicht nur mögliche Lösungen
Unternehmer und Wissenschafter stellen neue Projekte in "Biomedizinischer Sensortechnologie & Biomechanik" vor
Graz (OTS) - Im Rahmen der "Executive Lounge" des steirischen
Humantechnologie-Clusters gaben Unternehmer und Wissenschafter
exklusive Einblicke in die neuesten Entwicklungen im strategischen
Korridor "Advanced Biomedical Sensor Technology and Biomechanics"
sowie zu Beteiligungs-Möglichkeiten bei drei neuen Groß-Projekten.
Prof. Dr. Torsten Mayr vom Institut für Analytische Chemie und
Lebensmittelchemie der TU Graz präsentierte ein Projekt zum
Themenfeld Biosensorik. Im vorgestellten Projekt sollen verschiedene
Sensortypen sowohl in der Medizin als auch in zahlreichen anderen
Anwendungsfeldern wie etwa der Prozessanalytik und der Biotechnologie
ihre Anwendung finden. Entwickelt werden neue biologische und
chemische Sensoren.
Dr. Martin Ellmerer, Geschäftsführer des Entwicklungsbüros von B.
Braun in Graz, berichtete über seine Erfahrungen im Rahmen eines
erfolgreichen K-Projektes, das für den Weltkonzern B. Braun
ausschlaggebend dafür war, ein Entwicklungsbüro in Graz zu eröffnen.
"Das neue Projekt ist die logische Fortsetzung zur Weiterentwicklung
unseres Glukosesensors", so Ellmerer.
Prof. Dr. Thomas Pieber, Professor an der MedUni Graz und Leiter
des Institutes für Biomedizin und Gesundheitswissenschaften bei
JOANNEUM RESEARCH, wies darauf hin, dass es in der Forschung
besonders wichtig sei, "nicht schon bei der möglichen Lösung" zu
beginnen, sondern "beim Problem". Ausschlaggebend für jede
Forschungstätigkeit sollte der "Medical Need" sein.
Der neue Geschäftsführer der JOANNEUM RESEARCH Forschungsges.
m.b.H., Prof. Dr. Wolfgang Pribyl, erzählte die Entwicklung der
Steiermark zum "RFID-Hotspot" mit Infineon und NXP am Standort - mit
ein Grund dafür, warum JOANNEUM RESEARCH die RFID-Entwicklung
forcieren wird. Projektleiter DI Werner Haas von JOANNEUM RESEARCH
stellte das Projekt RFID vor: In diesem Projekt sollen v.a. die
Möglichkeiten der RFID weiter ausgelotet und für den Standort nutzbar
gemacht werden. Auf Thomas Pieber replizierend, meinte Haas: "Auch
unsere Treiber sind die Probleme, die bestehen, und nicht die
möglichen Lösungen."
DI Stefan Rohringer von Infineon geht für den RFID-Sektor bis ins
Jahr 2016 von einem jährlichen Wachstum von rund 10 bis 20 Prozent
aus. Für Stefan Rohringer war auch die unterschiedliche
Herangehensweise an Probleme interessant: Erstens "Problem sucht
Lösung" wie von Thomas Pieber vorgestellt. Zweitens "Lösung sucht
Problem", wie es im Projekt RFID angedacht ist, denn das Projekt soll
auch dazu dienen, die Möglichkeiten der RFID weiter auszuloten und
für den Standort zu nutzen.
DI Maria Fellner von JOANNEUM RESEARCH stellte u.a. "intelligente
akustische Lösungen" vor, die im Rahmen des Projektes "Ambient
Assisted Living (AAL)" entwickelt werden sollen. Im Projekt AAL geht
es um den Einsatz bestehender Technologien zur Unterstützung in
Alltagssituationen vor allem im Gesundheitsbereich. Ein Projekt, das
ebenso "umsetzungsorientiert wirken" soll wie "koordinierend zwischen
den vielen österreichischen Playern der AAL-Szene", so Maria Fellner.
In diesem Projekt werden vor allem noch Industriepartner gesucht.
Cluster-Geschäftsführer Dr. Robert Gfrerer stellte abschließend
noch einen Call der österrreichischen
Forschungs-Förderungs-Gesellschaft FFG vor, in dem "mittelfristige,
zeitlich begrenzte und maßgeschneiderte Qualifizierungsnetze"
ausgeschrieben werden, die zwischen Unternehmen und Universitäten
bzw. Fachhochschulen "die Innovationskompetenz von Unternehmen in
zukunftsrelevanten Technologiefeldern erhöhen" sollen.
Da der Humantechnologie-Cluster schon längere Zeit sehr aktiv in
der Entwicklung von Fortbildungs- und Qualifizeirungsprogrammen (GxP
u.a.) ist, die gemeinsam mit den Unternehmen des Clusters und in
Kooperation mit den hohen Schulen des Landes entwickelt werden,
beteilgt sich der Cluster auch an diesem Call. Die Eckpunkte und
Vorteile für die Unternehmen: Sehr hohe Förderquote (80% für
Kleinunternehmen, 70% für mittlere Unternehmen, 60% für
Großunternehmen; 100% für Bildungsanbieter, Universitäten,
Fachhochschulen); insgesamt max. 500.000 Euro pro
Qualifizierungsnetz; Laufzeit 24 Monate.
Nach der Podiums-Diskussion konnten sich alle Teilnehmerinnen und
Teilnehmer an der "Executive Lounge" während des informellen Teils
des Abends auch an den erstmals installierten "Beratungs-Inseln" aus
erster Hand bei den Projektverantwortlichen über die neuen Vorhaben
informieren.
Rückfragehinweis:
Franz Zuckriegl, MBA HTS Corporate Communications http://www.humantechnology.at Tel.: +43 316 90.83.17 Mobil: +43 699 100.33.816 E-Mail: [email protected]
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