• 14.12.2011, 10:17:46
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Bundeskanzler Faymann: "Jeder soll die Chance haben, für seine Ziele und Werte einzutreten"

Podiumsdiskussion mit Jugendlichen im Wiener Museumsquartier

Wien (OTS) - Bundeskanzler Werner Faymann diskutierte gestern,
Dienstagabend, im Rahmen einer Veranstaltung mit Jugendlichen im
Wiener Museumsquartier die Notwendigkeit von gemeinsamen Maßnahmen in
Europa: "Durch die Limitierung von neuen Schulden kann wieder
Vertrauen in die Staaten hergestellt werden. Das ist entscheidend,
wenn es um die Stabilisierung der gemeinsamen Währung geht", sagte
der Bundeskanzler. Es sei eine Grundsatzfrage der Währungsunion, dass
die Regeln eingehalten werden. "Aber auch einnahmenseitige Maßnahmen,
wie eine Finanztransaktionssteuer, sind wichtig. Denn man kann in
Europa nicht nur kürzen und sparen, um die notwendigen Vorgaben zu
erfüllen", betonte der Bundeskanzler.

Im Rahmen der Gesprächsreihe "Zukunft am Wort" war Bundeskanzler
Faymann eingeladen, zum Thema "Traumjob Bundeskanzler?" mit
Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid (Der Standard),
Politikwissenschaftler Peter Filzmaier sowie mit Schülerinnen und
Schülern zu diskutieren.

Zum Motto der Podiumsdiskussion sagte Faymann: "In verantwortlicher
Position für ein Land tätig sein zu können, ist eine große Ehre für
mich. Mir ging es immer darum, dass jeder die Chance bekommt, für
seine Ziele und Werte einzutreten." Und so habe er sich schon zu
Beginn seines politischen Engagements für eine gerechte Gesellschaft,
für nachhaltige Energie und gegen Armut eingesetzt.

Zur aktuellen Debatte um die Finanzierung der Hochschulen sagte
Kanzler Faymann: "Wir wollen, dass noch mehr junge Menschen die
Chance bekommen, ein Studium zu absolvieren." Finanzielle Hürden für
Studierende wären nicht zielführend, es gebe mehrere Modelle, die
diskutiert werden, um mehr Mittel für die Hochschulen zur Verfügung
stellen zu können.

Auch das Thema "Wehrpflicht" wurde von den Jugendlichen angesprochen.
"Ich bin für eine Aufhebung der allgemeinen Wehrpflicht. Für
Auslandseinsätze und den Katastrophenschutz werden Profis benötigt.
Dazu eignet sich vor allem ein Berufsheer", so der Bundeskanzler, der
sich abschließend bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die
engagierte Diskussion bedankte.

Bilder zu dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at,
kostenfrei abrufbar.

Rückfragehinweis:
Nedeljko Bilalic
Pressesprecher des Bundeskanzlers
Tel.: (01) 531 15 - 2104, 0664/88 455 330
mailto:[email protected]

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