Punsch "tanken" ohne Risiko und finanziellen Katzenjammer
Wien (OTS) - Glühwein und Punsch fließen in Strömen. Gerade im
Advent hat das Trinken für einen guten Zweck Hochsaison - dazu kommen
noch Weihnachtsfeiern. Neben den Sicherheitsrisiken von Alkohol am
Steuer ist jetzt die Gefahr, erwischt zu werden, besonders groß.
Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol im Spiel war, ist
zwar in den letzten zehn Jahren um mehr als ein Zehntel auf 2.245
gesunken: Trotzdem kamen im Jahr 2010 laut Statistik des Kuratoriums
für Verkehrssicherheit (KfV) aber immer noch 32 Menschen ums Leben,
über 3.000 wurden verletzt. "Autofahrer, die beim Feiern Gas geben
und alkoholische Getränke zu sich nehmen wollen, sollten zu Fuß
gehen, mit der Bahn fahren oder aufs Taxi umsteigen", rät Mag. Xaver
Wölfl, Leiter Market Management der Allianz.
Versicherungsschutz wackelt
Wer sich trotz wackeliger Beine hinters Lenkrad setzt, riskiert
damit nicht nur die Sicherheit von sich und anderen Personen. Auch
der Versicherungsschutz steht daher auf dem Spiel. Denn die
Kfz-Haftpflichtversicherung kommt zwar für Schäden auf, die Dritten
zugefügt werden, allerdings kann zumindest ein Teil der gesamten
Schadensumme beim alkoholisierten Verursacher eingefordert werden:
Bis zu 11.000 Euro werden hier im Schadenfall fällig, wenn der Lenker
über 0,8 Promille "getankt" hat. "Bei der Kaskoversicherung ist der
Versicherungsschutz schon bei geringen Alkoholmengen in Gefahr", so
Wölfl, "denn das ist eine Obliegenheitsverletzung."
Gefährliche Rauschzeit
Die Zahl der Alkoholunfälle steigt in den Abendstunden massiv an
und erreicht zwischen 2.00 und 4.00 Uhr morgens den Höhepunkt: In
dieser Zeit liegt der Anteil promilleträchtiger Unfälle am gesamten
Unfallgeschehen bei bis zu 38,5 Prozent. Eine Gruppe sticht im
Hinblick auf Alter und Geschlecht besonders heraus: die 20- bis
29-jährigen Männer. Sie stellten im Vorjahr mit 607 verunfallten
Personen den höchsten Anteil der insgesamt knapp über 2.300
Alkolenker.
Verstärkte Jagd auf Alko-Sünder
Allein die Gefahr, erwischt zu werden, sollte für Autofahrer Grund
genug sein, bei Punsch & Co rechtzeitig auf die Bremse zu steigen.
Für Wien hat die Polizei bereits 200.000 Alkotests im Advent
angekündigt, und es ist zu erwarten, dass es auch heuer zu tausenden
Strafen und Führerscheinabnahmen kommen wird. Damit ist der
finanzielle Katzenjammer auch schon vorprogrammiert: Wer bei einer
Polizeikontrolle mit 0,5 Promille oder mehr ertappt wird, muss mit
einer Vormerkung rechnen. Je nach Alkoholisierungsgrad drohen
entsprechende Verwaltungsstrafen von 300 bis 5.900 Euro sowie
Führerscheinentzug und Nachschulung.
Trügerische Sicherheit "Promille-Killer"
Nicht unterschätzen sollte man den Tag danach, denn der könnte es
auch noch ganz schön intus haben. Katerfrühstück und Aufputschmittel
wie Kaffee oder Energy-Drinks machen nur scheinbar fit. Der
menschliche Körper kann pro Stunde nicht mehr als etwa 0,1 Promille
abbauen, und Verkehrskontrollen gibt es rund um die Uhr. "Schon im
Interesse der eigenen Sicherheit sollte jeder verantwortungsbewusste
Lenker sein Fahrzeug im Zweifelsfall besser stehen lassen", so Wölfl.
Downloads von http://www.unternehmen.allianz.at/presse/news/
- Fotos: ((C) Allianz, Abdruck honorarfrei)
- Mag. Xaver Wölfl
- Weihnachtsfeier
- Presseaussendung als PDF
Nützliche Links:
ÖAMTC - Alkohol: Strafen & Folgen
http://www.oeamtc.at/?id=2500%2C1108846%2C%2C
Kuratorium für Verkehrssicherheit - Alkoholunfälle nach Tagesstunden:
http://www.ots.at/redirect/kfv8
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