• 13.12.2011, 13:01:48
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SPÖ fordert von Sigl mehr Effizienz bei Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit

LAbg. Müllner: "Sigl verteilt Millionenbeträge nach dem Gießkannenprinzip"

Linz (OTS) - "Das Institut für höhere Studien bescheinigt den
oberösterreichischen Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit
unzureichende Effizienz. Die SPÖ tritt daher schon seit Monaten für
eine Jugendausbildungsgesellschaft ein, die der zuständige
ÖVP-Landesrat Sigl aber ablehnt. Eigene Initiativen für bessere
Koordinierung und höhere Effizienz bei den Maßnahmen gegen
Jugendarbeitslosigkeit bleibt Sigl jedoch schuldig", argumentiert
SPÖ-Landtagsabgeordnete Petra Müllner. Allein im Jahr 2009 wurden
gemeinsam mit dem AMS für 147 Maßnahmen und Förderungen für
Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren 66 Mio. Euro ausgegeben, im
Jahr 2010 wuchsen die Ausgaben auf 92 Mio. Euro an.

Bei einer Fachtagung der Arbeiterkammer Oberösterreich am 12.
Dezember präsentierten die Experten Lorenz Lassnigg vom Institut für
Höhere Studien und Bernhard Heinzlmaier von T-Factory Trendforschung
eine Reihe von Maßnahmen zur Eindämmung von Jugendarbeitslosigkeit.
So müssen etwa die guten Initiativen zur Förderung und Qualifizierung
von jungen Menschen ohne Arbeit in Oberösterreich noch besser
koordiniert werden, um größtmögliche Effizienz zu erreichen. Auch
Schulen, Vereine und Wirtschaft sind stärker in die Netzwerkarbeit
einzubauen. Ähnlich argumentieren auch die ExpertInnen der OECD.

SPÖ-Landtagsabgeordnete Petra Müller ist überzeugt, dass an
sämtlichen verfügbaren Hebeln angesetzt werden muss, um
Jugendarbeitslosigkeit einzudämmen. Sowohl das Schul- und
Bildungssystem wie auch die Wirtschaft sind dabei in die Pflicht zu
nehmen. Junge Menschen mit Migrationshintergrund oder ohne mittleren
bzw. höheren Schulabschluss leiden überproportional unter
Jugendarbeitslosigkeit. "Um den Betroffenen zu helfen, sind
maßgeschneiderte niederschwellige Angebote erforderlich, die die
Jugendlichen dort abholen, wo sie stehen. Man muss die
Lebenssituation der Jugendlichen bei den Maßnahmen gegen
Jugendarbeitslosigkeit aktiv mitberücksichtigen", betont Müllner.

Wie notwendig Verbesserungen im Bildungssystem sind, um zukünftige
Jugendarbeitslosigkeit zu vermeiden zeigen die realen Fakten: 44
Prozent der arbeitslosen Jugendlichen verfügen maximal über einen
Pflichtschulabschluss. 69,4 Prozent der 3906 jugendlichen
SchulungsteilnehmerInnen verfügen über keine Berufsausbildung. Das
Arbeitslosigkeitsrisiko von Menschen mit maximal
Pflichtschulabschluss ist fast drei Mal so hoch wie für Menschen, die
eine Lehrausbildung abgeschlossen haben. "Die flächendeckende Neuen
Mittelschule und qualitativ hochwertige Ganztagsschulen sind daher
wichtige Schritte auch im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit", ist
Müllner sicher.

"Der zuständige ÖVP-Landesrat Sigl ist dringend gefordert, ein
schlüssiges Konzept für bessere Koordinierung der Maßnahmen gegen
Jugendarbeitslosigkeit vorzulegen", so Müllner.

Rückfragehinweis:
SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: 0732/7720-11313

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