- 13.12.2011, 11:21:51
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Berlakovich: Wien wird im nächsten Jahr zur "Donaumetropole"
Donauschutzkommission tagt mit ihrer Jahreshauptversammlung zu brisanten Themen
Wien (OTS) - Die Zukunft des Donauflussgebiets unter dem Druck der
globalen Erwärmung und anderer Umweltbelastungen ist Thema der
diesjährigen Jahreshauptversammlung der Internationale Kommission
zum Schutze der Donau (IKSD) am 13. und 14. Dezember in Wien.
"Österreich hat mit seiner zukunftsweisenden Umweltpolitik eine
Vorreiterrolle beim Schutz der Donau. Es gibt viele brisante
Herausforderungen, die unter anderem mit dem Klimawandel in
Zusammenhang stehen. Wir werden im nächsten Jahr die Präsidentschaft
der IKSD von der Ukraine übernehmen und werden den Schutz der Donau
mit höchster Priorität verfolgen", so Umweltminister Niki Berlakovich
anlässlich der Tagung.
"Gesunde Flüsse sind die Grundlage für jede Entwicklung - ohne
sauberes Wasser gibt es keine Landwirtschaft, keine gesunden
Menschen, keine nachhaltige Industrie", sagt Botschafter Mykola
Melenevskyi, der aktuelle Präsident der IKSD. "Die Länder des
Donauraumes haben in den letzten 20 Jahren mit großem Aufwand daran
gearbeitet, die Donau und ihre Zuflüsse beständig zu verbessern.
Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, unsere Erfahrungen auf neue
Probleme anzuwenden, die durch den Klimawandel in Erscheinung treten.
Die aktuelle Trockenheit mit ihren vielen Auswirkungen an wichtigen
Flussläufen wie Theiss oder Prut zeigt das deutlich."
Den Klimawandel vollkommen zu verhindern, gilt heute als praktisch
unmöglich, Anpassungsstrategien werden weltweit diskutiert. Betroffen
ist davon natürlich auch das Einflussgebiet der Donau, das sich durch
seine vielen Anrainerstaaten auszeichnet: Nicht weniger als 19 Länder
teilen sich das "Flussgebiet". Sie alle an einen Tisch zu bringen und
sie dabei zu unterstützen, brisante Probleme wie Klimawandel,
Hochwasserschutz oder die Klärung von Abwässern anzugehen - das ist
die Aufgabe der IKSD, die ihren Sitz in der Wiener UNO-City hat.
Sie koordiniert dabei die Umsetzung von EU Richtlinien, die zu den
wichtigsten im Umweltbereich gehören. Eine besondere Rolle nimmt die
IKSD vor allem deshalb ein, weil sechs ihrer Mitglieder nicht
Mitgliedsländer der EU sind und die hohen Umweltstandards aus Brüssel
freiwillig anwenden. Konkrete Maßnahmen dafür sind in einem
Flussgebietsbewirtschaftungsplan für die Donau festgehalten, der bis
2015 umgesetzt wird. Rückenwind erhält die IKSD aber auch durch die
"Strategie für den Donauraum" der EU, die in den nächsten Jahren die
wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung im Flussgebiet
stärken wird - und auch den Gewässerschutz mit höchster Priorität
verfolgt.
Im Jahr 2012 wird die IKSD unter österreichischer Präsidentschaft
arbeiten. Dr. Wolfgang Stalzer, Sektionschef im Lebensministerium a.
D., wird im Jänner den Vorsitz von Botschafter Mykola Melenevskyi aus
der Ukraine übernehmen. Wien rückt damit ins Zentrum einer Region,
die sie einst zur "Donaumetropole" machte.
Informationen im Internet: www.icpdr.org
Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, 6963
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