- 13.12.2011, 11:15:30
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ARBÖ: Christbäume sind äußerst schlechte Beifahrer
XXL-Bäume müssen als Langgutfuhre gekennzeichnet sein, sonst droht ein Vormerkdelikt
Wien (OTS) - Bevor Vertreter der Pflanzenfamilie der
Kieferngewächse (Pinaceae) in voller Pracht erstrahlen, müssen Tanne,
Fichte & Co. erst einmal den Weg ins traute Heim finden. Alle, die
den Transport mit dem Auto erledigen, sollten ein paar wichtige Dinge
beherzigen. Denn unsachgemäßer Transport stellt in jedem Fall ein
Vormerkdelikt dar, warnt der ARBÖ und hat die besten Transporttipps
zusammengestellt.
Kleine und mittelgroße Weihnachtsbäume können im Fahrzeuginneren
transportiert werden. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass
der Lenker stets freie Sicht auf Außenspiegel und Verkehrsgeschehen
hat, und nicht permanent durch Tannengrün blicken muss. Sieglinde
Rernböck vom ARBÖ: "Christbäume sind definitiv schlechte Beifahrer,
denn der Baum kann in einer Kurve in den Lenkbereich fallen." Der
beste Platz für den Transport ist der Kofferraum oder die Rückbank.
Eine große alte Decke oder Plastikplane schützt den Innenraum vor
Harzflecken. Der Baum sollte quer zur Fahrtrichtung gelagert werden,
um bei der Vollbremsung nicht zu einem tödlichen Torpedo zu mutieren.
Große Bäume werden am sichersten auf dem Dachträger transportiert,
fest in ein Netz eingewickelt und Spitze nach hinten, festgezurrt mit
einem Transportgurt. Rernböck vom ARBÖ warnt: "Achtung bei
XXL-Bäumen! Hier schreibt das Gesetz genaue Transportbestimmungen
vor." Ragt der Baum um mehr als ein Viertel der Länge des
Kraftfahrzeuges über dessen hintersten Punkt hinaus, spricht man von
einer Langgutfuhre. In diesem Fall ist die erlaubte
Höchstgeschwindigkeit im Ortsgebiet 50 km/h, auf Autobahnen und
Autostraßen 65 km/h, so die ARBÖ-Verkehrsjuristen.
Außerdem muss, wenn die Ladung um mehr als einen Meter über den
vordersten oder hintersten Punkt des Kraftfahrzeuges hinausragt,
diese gut erkennbar gemacht werden. Dies erfolgt mit einer 25 x 40 cm
großen, weißen Tafel mit einem 5 cm breiten roten Rand, die höchstens
90 cm über der Fahrbahn baumelt, erinnert der ARBÖ. Auch wer den
Baumwipfel aus der Heckklappe seines Kombi schauen lässt, und das
Metermaß überschreitet, muss unbedingt eine solche Tafel befestigen.
Bei Dämmerung, Dunkelheit, Nebel oder sonst schlechter Sichtmuss ein
roter Rückstrahler angebracht werden.
Fest steht in jedem Fall: "Ist der Christbaum erst mal weg, war
die Sicherung ein Dreck!"
Rückfragehinweis:
ARBÖ Presse & Öffentlichkeitsarbeit
Sieglinde Rernböck
Tel.: (++43-1) 891 21-244
mailto:[email protected]
http://www.arboe.at
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