• 12.12.2011, 16:28:33
  • /
  • OTS0190 OTW0190

Ökostrombericht macht Beitrag der Kleinwasserkraft deutlich

Kleinwasserkrafttarife auf Basis des neuen Ökostromgesetzes müssen an europäisches Niveau angepasst werden

Wien (OTS) - Anlässlich der Präsentation des Ökostromberichts 2010
meint DI Martina Prechtl, Geschäftsführerin von Kleinwasserkraft
Österreich: "Die Stromproduktion aus Kleinwasserkraftanlagen wurde in
den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert, so auch im letzten
Jahr. Das werten wir als durchaus positiv. Dennoch wird durch den
Bericht auch bestätigt, dass eine Wahlmöglichkeit zwischen
Tarifförderung und Investitionsförderung für kleine Anlagen und
Revitalisierungen dringend erforderlich ist. Wir sind sehr froh, dass
Minister Mitterlehner im Zuge der Ökostromgesetznovelle dieser
Forderung gefolgt ist und somit ein deutlich positives Signal in
Richtung Ausbau und Revitalisierung von Kleinwasserkraft gegeben
hat."

Prechtl ist zuversichtlich, dass durch das neue Wahlmodell sicher
in Zukunft ein noch besserer Impuls zur Schöpfung der
Kleinwasserkraftpotentiale, insbesondere der
Revitalisierungspotentiale, erfolgen wird. Laut Bericht betreffen
nämlich nur rund 15% der genehmigten Investitionsförderungsanträge
Revitalisierungsvorhaben.

Mit der Ökostromgesetznovelle im Sommer dieses Jahres hat Minister
Mitterlehner sehr deutlich die Weichen für mehr Ökostrom in
Österreich gesetzt. Ein nächster entscheidender Schritt für einen
entsprechenden Impuls wird nach der Notifizierung durch Brüssel
natürlich die Höhe der Einspeisetarife sein. Diesbezüglich erwartet
sich Kleinwasserkraft Österreich eine Orientierung an den
Kleinwasserkrafttarifen in anderen europäischen Staaten. Prechtl
dazu: "Die Tarife für Kleinwasserkraft auf Basis des neuen Gesetzes
müssen im Vergleich zu den zuletzt gültigen Kleinwasserkrafttarifen
deutlich angehoben werden. Diese sind nämlich längst überholt und
halten auch dem internationalen Vergleich nicht Stand."
Da es für die Kleinwasserkraft in Österreich zuletzt keine
Tarifförderung gab, wurden im Ökostrombericht leider nur die Tarife
für die anderen Ökostromtechnologien in Europa verglichen und auf
eine entsprechende Gegenüberstellung für die Kleinwasserkraft
verzichtet. "Eigentlich schade, denn sonst würde man deutlich sehen,
dass unsere Nachbarn zum Teil sogar mehr als doppelt so hohe Tarife
für Kleinwasserkraftstrom vergeben. Bei einem europäischen Markt
lässt sich das sicher nicht durch derart unterschiedliche
Gestehungskosten begründen. Auch dahingehend sollte
Fördergerechtigkeit hergestellt werden und eine Anpassung erfolgen.",
fordert Prechtl.

Diese Forderung wird auch durch die Zahlen im Ökostrombericht
bekräftigt, wonach sich in den letzten Jahren für die
Kleinwasserkraft bereits Negativbeträge an erforderlichem
Unterstützungsvolumen ergaben: "Nach Angaben des Berichtes haben
Kleinwasserkraftanlagen in den Jahren 2008 und 2009 das
Ökostromregime 'querfinanizert'. Wie es aussieht gilt das auch für
das Jahr 2011. Und das alles auf Basis eines Tarifs, der längst
überholt ist und die Gestehungskosten für Kleinwasserkraftanlagen
nicht mehr abbildet. Das darf nicht so weiter gehen. Unsere Forderung
nach einer Anhebung der Tarife im Zuge der Tarifverordnung für das
neue Gesetz ist also mehr als gerechtfertigt!", so Prechtl.

Rückfragehinweis:
Kleinwasserkraft Österreich
DI Martina Prechtl
Tel.: 01/522 07 66
Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KWK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel