- 12.12.2011, 13:34:05
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VSStÖ: Auch nachgelagert bleiben Studiengebühren sozial ungerecht
Modelle wie das Australische führen zu weiterer Verschärfung sozialer Ungerechtigkeiten
Wien (OTS) - "Kreditmodelle wie das australische Modell
benachteiligen immer jene Studierende, deren Eltern keine
ausreichende Finanzierung zur Verfügung stellen können und daher auf
einen Kredit angewiesen sind. Nur die Studierenden, deren Eltern
nicht ausreichend verdienen würden durch den Kredit mit einem enormen
Schuldenberg ins Berufsleben starten. Das ist nicht nur ungerecht
sondern stellt eine enorme Hürde beim Zugang zur Hochschule dar und
wird noch mehr Menschen aus niedrigeren Einkommensschichten vom
Studium abhalten", erklärt Müller weiter.
"Frauen verdienen strukturell weniger als Männer. Hochrechnungen des
australischen Modells haben für eine Verschuldung von 15.000 EUR
ergeben, dass Frauen im Durchschnitt 51 Jahre (Männer 17 Jahre) zur
Rückzahlung eines solchen Kredits gezwungen wären. Eine derartige
finanzielle Belastung und die Aufnahme eines solchen Risikos von
jungen Menschen zu erwarten ist absolut grotesk", stellt Müller
abschließend fest.
"Studiengebühren sind in jeder Form abzulehnen. Egal ob nachgelagert
durch eine Steuer oder durch die Rückzahlung eines Kredits. Die
katastrophale Situation des tertiären Sektors wurde durch das
Kaputtsparen in den letzten zehn Jahren verursacht. Die Politik muss
dafür endlich Verantwortung übernehmen und genügend Budgetmittel zur
Verfügung stellen. Die Verantwortung für die Finanzierung von Bildung
auf Private abzuschieben ist völlig unverantwortlich und in keinster
Weise sozial gerecht", so Mirijam Müller, Bundesvorsitzende des
Verband sozialistischer Student_innen (VSStÖ).
Rückfragehinweis:
Susannika Glötzl
Pressesprecherin
Tel.: +43 676 385 8813
www.vsstoe.at, [email protected]OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SJO






