- 12.12.2011, 13:29:37
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Der Übergang von der Schule in den Beruf muss gestaltet werden: AK fordert koordiniertes Vorgehen in der Jugendausbildung
Linz (OTS) - Jugendliche ohne Berufsausbildung bekommen
konjunkturelle Einbrüche besonders früh und besonders hart zu spüren.
Alleine in Oberösterreich sind 12.000 Jugendliche besonders
gefährdet. Angesichts der aktuellen Wirtschaftsaussichten sind
weitere Anstrengungen zur Verbesserung der Beschäftigungschancen
junger Menschen dringend notwendig. Die AK fordert die Schaffung
einer Jugend-Ausbildungsgesellschaft.
Laut einer Auswertung der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung
verfügen 13,8 Prozent bzw. rund 12.000 Jugendliche im Alter zwischen
20 und 24 Jahren in Oberösterreich nur über eine geringe Bildung. Für
sie besteht ein erhöhtes Risiko der (Langzeit-) Arbeitslosigkeit, der
sozialen Unsicherheit und schlechter Einkommenschancen.
Einen besonders schweren Zugang zum österreichischen (Aus-)
Bildungs- und Erwerbssystem haben Jugendliche mit
Migrationshintergrund. Fast jede/r dritte Jugendliche (31,3 Prozent
im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2010) der ersten
Zuwanderergeneration im Alter zwischen 20 und 24 Jahren verfügt über
eine geringe Bildung und somit über keine Berufsausbildung. Bei
Jugendlichen ohne Migrationshintergrund beträgt der Anteil rund elf
Prozent.
Insbesondere Jugendliche stehen vermehrt unter dem Druck, auf die
ständig steigenden Kompetenz- und Qualifikationsanforderungen schnell
zu reagieren und sich anzupassen. "Wer den Anschluss verliert und die
fehlenden Qualifikationen nicht erbringen kann, hat vermehrt Probleme
beim Übertritt von der Schule in den Beruf", erklärt AK-Präsident Dr.
Johann Kalliauer.
Umso erstaunlicher mutet es an, wenn viele Betriebe den
demografischen Wandel und einen Fachkräftemangel beklagen. "Sinnvoll
wäre es, wenn sie den Jugendlichen Unterstützungen anbieten und die
brachliegenden Potenziale aktivieren würden", so Kalliauer. Ein
koordiniertes Vorgehen für die Jugendlichen findet in Oberösterreich
nicht statt.
An den finanziellen Mittel liegt es offensichtlich nicht. Im Jahr
2010 wurden in Oberösterreich für Maßnahmen und Förderungen für
Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren rund 92 Millionen Euro
ausgegeben. "Dennoch hat sich die Ausbildungssituation nicht
verbessert", kritisiert der AK-Präsident die mangelnde Wirksamkeit
der Förderungen. Er fordert eine bessere Koordination der Maßnahmen
und schlägt zum wiederholten Male die Einrichtung einer
Jugend-Ausbildungsgesellschaft vor. Diese könnte flächendeckend für
ganz Oberösterreich alle Aktivitäten zur Berufsausbildung
koordinieren und strategisch umsetzen. Bislang scheiterte es an der
ablehnenden Haltung von dem Land OÖ und der Wirtschaftskammer OÖ.
Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Mag. Dominik Bittendorfer
Tel.: (0732) 6906-2191
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com
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