• 12.12.2011, 12:34:28
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Blecha: Schluss mit Hetze und Verunsicherung bei Pensionen

Längeres Arbeiten nur mit adäquaten Jobs für Ältere möglich - Malus für Dienstgeber, die ältere Beschäftigte in Frühpension drängen

Wien (OTS/SK) - "Wieder einmal sind es die Pensionen bzw. die
Pensionistinnen und Pensionisten, die an allem schuld sein sollen",
ärgert sich Pensionistenverbands- und Seniorenrats-Präsident Karl
Blecha über die "Schieflage" der aktuellen Debatte. "Die Pensionisten
sind nicht schuld an der Finanz- und Schuldenkrise. Die Pensionen
sind keine Geschenke des Staates, sondern wurden durch
jahrzehntelange Beiträge erworben. An dem zu niedrigen faktischen
Pensionsantrittsalter sind in erster Linie nicht die Dienstnehmer
schuld, sondern die Dienstgeber, die den Beschäftigten zu viel Druck
und Belastungen aufbürden und sich sehr gerne älterer Personen
'entledigen'. Ich sehe überhaupt nicht ein, dass bei
Frühpensionierungen ausschließlich die Beschäftigten durch Abschläge
betraft werden, während jedoch die Betriebe, die die Leute
hinausmobben, hinausschmeißen oder ihnen den Abgang 'versüßen', keine
Konsequenzen zu tragen haben", stellt Blecha klar. ****

Der Pensionistenverbands-Präsident fordert die Wirtschaft auf, sich
mehr für "fit2work"-Maßnahmen zu engagieren. "Die ganze Zeit nichts
oder zu wenig für die Leistungsfähigkeit seiner Beschäftigten zu tun
und dann über die hohe Zahl an Invaliditätspensions-Anträgen ab 50 zu
klagen, ist zu wenig!", so Blecha.

Neben den stärkeren innerbetrieblichen Gesundheitsförderungsmaßnahmen
fordert Blecha auch einen entsprechenden Malus für Betriebe: "Der
Unternehmer darf nicht überlegen können, ob es sich für ihn auszahlt,
den älteren Kollegen bzw. die ältere Kollegin in die Frühpension
abzuschieben!"

"Die Pensionen sind sicher, wenn es altersadäquate Jobs gibt, durch
die die Menschen länger arbeiten können. Es ist unseriös zu glauben,
man könne das Pensionsantrittsalter anheben, wenn es keine
altersgerechten Arbeitsplätze gibt. Diese müssen jetzt gemeinsam
geschaffen werden - und zwar durch eine Arbeitsreform", erklärt
Blecha. Der Pensionistenverband Österreichs hat deshalb das
12-Punkte-Programm "Gesund länger arbeiten" entwickelt.

Zu den immer wieder kolportieren Beträgen über die Pensionskosten
bemerkt Blecha: "dass hier immer nur die Ausgaben gesehen werden.
Nirgends stehen die Beitragseinnahmen zur Pensionsversicherung nach
den einzelnen Gruppen, nirgends steht die enorme Steuer- und
Beitragsleistung der Pensionisten. Diese Beträge kompensieren zum
größten Teil die Ausgaben!". (Schluss) sv/mp

Rückfragehinweis: Pensionistenverband Österreichs, [email protected],
Andy Wohlmuth, Tel. 0664/48 36 138, Daniel Auer, Tel. 01/313 72-31

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

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