- 12.12.2011, 11:19:50
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Wehsely/Maly: Vorsicht bei Weihnachtseinkäufen auf Pump
Wien (OTS) - Gerade in der Weihnachtszeit können festlich
geschmückte Auslagen und ein beinahe unendliches Angebot an
Konsumartikeln zu unüberlegten Ausgaben verleiten. Angesichts der
steigenden Zahl überschuldeter Privathaushalte in Wien mahnt
Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely zur Vorsicht: "Beim
Kauf auf Pump müssen Käuferinnen und Käufer noch lange nach
Weihnachten am gut gemeinten Geschenk zahlen. Kommen sie dann mit der
Zahlung in Verzug, steigen die Zinsen, und die Schuldenfalle schnappt
zu. Es ist besser, sich im Vorfeld genau zu überlegen, was leistbar
ist, bevor dann am Ende vor lauter Ratenzahlungen die Miete nicht
mehr gezahlt werden kann."
Mehr überschuldete Privathaushalte
Die Zahl der überschuldeten Privathaushalte steigt wieder: Nach
vorläufigen Zählungen wandten sich 2011 rund 9.300 Menschen an die
Schuldnerberatung Wien - das sind über 3 Prozent mehr als im Vorjahr.
Nach einem kurzfristigen Rückgang 2010, der mit einer durch die
Finanzkrise gestiegenen Vorsicht der Banken bei der Kreditvergabe
zusammenhängen könnte, nähern sich die Zahlen jetzt wieder den Werten
von 2009 an. Die Aufwendungen für die Schuldnerberatung Wien stiegen
dementsprechend um über 3 Prozent auf insgesamt rund 2,2 Mio. Euro.
"In Wien werden Menschen in einer sozialen Notlage nicht allein
gelassen. Jeder hier investierte Cent ist gut und notwendig", so
Wehsely.
Damit es gar nicht erst zu Überschuldung kommt, sollten KundInnen
auch bei den Weihnachtseinkäufen einige einfache Tipps beherzigen. So
sollte ein vorher genau festgelegter Betrag in bar zum Einkaufen
mitgenommen werden. "Wir stellen bei vielen überschuldeten Menschen
fest, dass sie mit Geld einfach nicht umgehen können. Dazu steigen
beständig die Möglichkeiten, auf Pump zu konsumieren", betont
Alexander Maly, Geschäftsführer der Schuldnerberatung Wien. Nach
einem Ratenkauf folge oft der Fehler, Zahlungsverpflichtungen wie
Miete und Unterhaltszahlungen nicht zu leisten, um stattdessen
zunächst die Rückzahlungen zu tilgen.
Vorsicht bei Vertragsabschlüssen
Ein beliebtes Geschenk unterm Christbaum seien heuer Smartphones -
und auch hier würden viele WeihnachtseinkäuferInnen in die Falle
tappen: "Mit einem fast geschenkten Smartphone locken viele
Mobilfunkanbieter KundenInnen zum Vertragsabschluss. Bei genauer
Lektüre des Kleingedruckten stellt sich dann heraus, dass
vermeintliche Schnäppchen KundInnen langfristig an
Zahlungsverpflichtungen binden, die die finanziellen Möglichkeiten
übersteigen", unterstreicht Maly.
Um KundInnen in der Vorweihnachtszeit vor übermäßigen Geldausgaben zu
warnen und zum bewussteren Umgang mit dem Geld anzuregen, hat die
Schuldnerberatung Wien unter www.schuldnerberatung-wien.at ein
Beratungstool für Weihnachtseinkäufe online gestellt. "Schließlich
können Geschenke, die Schenkende in Schulden gestürzt haben, keine
Freude machen", so Wehsely.
Die Schuldnerberatung Wien ist eine gemeinnützige Beratungsstelle,
die über den Fonds Soziales Wien aus Mitteln der Stadt Wien sowie aus
Mitteln des Arbeitsmarktservice finanziert wird. Sie ist staatlich
anerkannt und bietet kostenlose Beratung und Rechtshilfe für in Wien
wohnende Privatpersonen.
Zu dieser Meldung finden Sie unter www.wien.gv.at/pressebilder Fotos
sowie eine Grafik zum Thema.
Rückfragehinweis:
Michael Eipeldauer Mediensprecher Stadträtin Sonja Wehsely Tel.: 01/ 4000/ 81 231 Fax: 01/ 4000/99 81 231 Handy: 0676/8118 69522 E-Mail: [email protected] Iraides Franz Pressesprecherin Fonds Soziales Wien Tel.: 01/ 4000/ 66 312 Handy: 0676/ 8118 66312 E-Mail: [email protected]
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