- 11.12.2011, 12:42:42
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ANSCHOBER: Klimakonferenz mit enttäuschendem Ergebnis - jetzt muss Rio die Weichen für Aufschwung der "green econony" stellen
OÖ Energielandesrat fordert grüne Konjunkturoffensive für Klimaschutz und grüne Jobs - bereits 38.800 grüne Jobs in Oberösterreich
Österreich (OTS) - "Weitere verlorene Jahre für den Klimaschutz -
wird ein Weltklimavertrag erst 2020 umgesetzt, dann könnte das um
Jahre zu spät sein. Die Zwischenzeit muss daher von der EU offensiv
genutzt werden - unter anderem durch ein Erhöhen der Reduktionsziele
der EU von geplanten 20 Prozent Einsparung bis 2020 auf problemlos
mögliche 30 Prozent, die vor allem durch verbindliche Effizienzziele
erreicht werden können", kritisiert Oberösterreichs Umweltlandesrat
Rudi Anschober die jahrelangen Verzögerungen beim Klimaschutz. "Jetzt
müssen die Weichen für die Vorreiter gestellt werden. Zuzuwarten auf
den Weltklimavertrag wäre verheerend für die nächsten Generationen".
Gemeinsam mit anderen Modellregionen für die Energiewende hofft
Anschober nun auf den Erdgipfel von Rio im Juni 2012, der 20 Jahre
nach dem ersten großen Umweltgipfel die Weichen für einen Durchbruch
der "green economy" stellen soll. Anschober: "Es müssen
wirtschaftliche Rahmenbedingungen für einen Durchbruch für
Energiesparen, Energieeffizienz und Erneuerbare geschaffen werden.
Das ist der Schlüssel für rascheres Tempo beim Klimaschutz. Rio muss
eine wirtschaftliche Dynamik für Klimaschutz durch eine Energiewende
auslösen."
Die Eckpfeiler für einen Durchbruch der "green economy":
Schrittweiser Abbau der derzeitigen Milliardensubventionen für
fossile Energie und Atomenergie - alleine für fossile Energieträger
sind es heuer über 500 Milliarden Dollar Subvention weltweit
Strenge Haftungsregeln für die Atomenergie und damit ein Ende der
Milliardensubvention von Atomstrom durch lächerlich geringe
Versicherungssummen
Steuerbefreiung für Investitionen in Erneuerbare, Energieeffizienz
und Energiesparen
Anschober: "Ein derartiges Programm könnte eine grüne
Konjunkturoffensive für Klimaschutz und grüne Jobs bringen, das Tempo
für den Klimaschutz dramatisch beschleunigen und die riesigen Chancen
für einen Boom an grünen Jobs nützen. Dass dies geht, zeigen wir in
Oberösterreich modellhaft vor: bereits 38.800 Menschen sind im
Bereich grüner Jobs beschäftigt - auch in Krisenzeiten mit stark
steigendem Trend."
Anschober abschließend: "Es wäre fatal, lediglich auf den
Weltklimavertrag zu warten. Jetzt braucht es eine starke Verbindung
von Klimaschutz und Wirtschaft, um durch eine grüne
Investitionsoffensive den Klimaschutz zu dynamisieren und
Beschäftigung zu schaffen. Gerade in Zeiten der Finanzkrise wäre
dieser Investitionsimpuls in die Realwirtschaft enorm wichtig. Dafür
müssen in Rio die Weichen gestellt werden."
Rückfragehinweis:
Büro LR Anschober
Tel.: +436646007289443
mailto:[email protected]
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