"profil": Geheimbericht kritisiert AKH
Deloitte ortet schwere Mängel bei AKH-IT - Kontrollamt und Rechnungshof eingeschaltet - Mehrkosten bis zu 14 Millionen Euro
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, übt die
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte schwere Kritik am neuen
IT-System des Wiener Allgemeinen Krankenhauses (AKH). Laut dem vom
Wissenschaftsministerium beauftragten Gutachten sei das Projekt AKIM
(AKH-Informationsmangement) "ohne adäquate Organisations- und
Controllingstruktur" durchgeführt worden. Das AKH habe "keine
hinreichenden Strukturen eingerichtet, um ein solches Projekt
ordnungsgemäß abzuwickeln". Das beauftragte IT-Unternehmen Siemens
habe sich laut Deloitte-Bericht "als der Experte für die Einführung
von Krankenhaussoftware dargestellt", aber sich das notwendige
Know-how "erst im Laufe des Projekts angeeignet". Laut "profil"
drohen zusätzlich zu den projektierten 36 Millionen nun Mehrkosten im
Ausmaß von 14 Millionen Euro.
Wie "profil" weiters berichtet, soll nun das Wiener Kontrollamt
auf Bitte des AKH das Projekt AKIM untersuchen. Die Medizinische
Universität Wien hat ihrerseits den Rechnungshof um eine Überprüfung
ersucht.
Das Projekt AKIM wurde 2002 gestartet und läuft derzeit im
Probebetrieb an einzelnen Universitätskliniken des AKH. AKIM soll
alle IT-Bereiche eines modernen Spitals abdecken und die gewonnenen
Patientendaten für wissenschaftliche Tätigkeiten an den
Universitätskliniken aufbereiten. Die Gemeinde Wien als
AKH-Betreiberin übernahm mit 21,8 Millionen 60 Prozent der
projektierten Kosten, der Bund den Rest in Höhe von 14,5 Millionen
Euro.
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502














