- 09.12.2011, 13:30:02
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Orient-Christen: Arabischer Frühling brachte keine Besserung
Veranstaltung zum Internationalen Tag der Menschenrechte in Wien - "Hassprediger können sich jetzt offener artikulieren, und Angriffe auf Kirchen werden offener"
Wien-Berlin, 09.12.11 (KAP) Die orientalischen Christen in
Österreich halten wenig von der medialen Euphorie über den
"Arabischen Frühling". In einer Diskussion mit dem ägyptischen
Menschenrechtler, Juristen und Publizisten Naguib Gobrail auf
Einladung der "Union Orientalischer Christen in Österreich" - sie
vertritt rund 20.000 Migranten oder Menschen mit
Migrationshintergrund - am Freitag in Wien herrschte
Übereinstimmung, dass sich für Christen die Lage seit dem Rücktritt
Hosni Mubaraks nicht verbessert hat.
"Die Hassprediger können sich jetzt offener artikulieren, und die
Angriffe auf Kirchen werden offener", hieß es. Unverschleierte
Frauen - sehr oft Christinnen - erlebten täglich Angriffe in Form
der Aufforderung zum Anlegen des Schleiers. Anlass des Vortrags in
Wien war der Internationale Tag der Menschenrechte am 10. Dezember.
Die Islamisierung Ägyptens sei unausweichlich, nachdem Muslimbrüder
und Salafisten voraussichtlich 80 Prozent der Sitze der
verfassungsgebenden Versammlung erhalten werden. Die Angst der
Christen im Land sei groß, und es sei mit einer Verstärkung der
Auswanderungsbewegung unter den Gebildeten zu rechnen. Hauptziele
seien Australien und Europa, sagte Gobrail.
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