• 09.12.2011, 11:18:10
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Leitl: "Österreichs Wirtschaft empfängt Kroatien mit offenen Armen in der EU"

Als größter Auslandsinvestor hat Österreich besonderes Interesse an Kroatiens EU-Beitritt - Unternehmen erhoffen sich weitere Verbesserung der Rechtssicherheit

Wien (OTS/PWK904) - "Kroatien wird von Österreichs Wirtschaft
mit offenen Armen in der Europäischen Union empfangen! Wir wollen
unsere kroatischen Freunde möglichst schnell in der europäischen
Familie haben", erklärt Christoph Leitl, Präsident der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich der heute, Freitag,
erfolgten Unterzeichnung des EU-Beitrittsvertrages mit Kroatien durch
die Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel.
Die Wirtschaftskammer hat den raschen Beitritt des Landes, der am 1.
Juli 2013 erfolgen soll, seit jeher intensiv unterstützt. Dadurch
werden Reformen, die in Kroatien nach wie vor notwendig sind,
gefördert. "Österreich ist der größte Auslandsinvestor in Kroatien.
Jetzt geht es darum, dass die für österreichische Investoren wichtige
Rechtssicherheit im Land rasch weiter verbessert wird. Hier darf
Brüssel nicht locker lassen", so Leitl.

Kroatien und Österreich sind wirtschaftlich eng miteinander
verbunden: "Österreichische Unternehmen sind in allen Sektoren groß
vertreten und genießen einen ausgezeichneten Ruf", betont der
WKÖ-Präsident. Vor allem viele kleinere und mittlere Unternehmen
wollen aber den EU-Beitritt des Landes abwarten, bevor sie mit
größeren Investitionen aktiv werden. Auf die österreichische
Wirtschaft entfällt nach Angaben der Außenhandelsstelle der WKÖ in
Zagreb mit 6,2 Mrd. Euro (Stand: Ende Juni 2011) rund ein Drittel
aller Auslandsinvestitionen in Kroatien.

Die österreichischen Exporte nach Kroatien beliefen sich 2010 auf
1,13 Mrd. Euro, die Einfuhren auf 522 Mio. Im ersten Halbjahr 2011
nahmen die Exporte nach Kroatien um ca. 5,6% auf 571,4 Mio. Euro zu,
die Einfuhren aus Kroatien stiegen sogar um 23,5 % auf 299,8 Mio.
Euro. Rund ein Drittel der österreichischen Ausfuhren sind
Fertigwaren, wobei es zuletzt vor allem bei Eisen- und Stahlwaren,
Papier/Pappe, Holz, Maschinenbauerzeugnissen und Fahrzeugen
deutliche Zuwächse gegeben hat. Das Land ist derzeit Österreichs
21.-wichtigster Exportmarkt (hinter Japan, vor Korea).

Kroatiens EU-Aufnahme sei ein Signal an die gesamte Region, so
Leitl: "Die Westbalkan-Länder müssen die europäische Perspektive klar
vor Augen haben. Dies ist aus politischer und wirtschaftlicher Sicht
von großer Bedeutung für ganz Europa, denn politische Stabilität ist
eine wesentliche Voraussetzung für wirtschaftliche Stabilität." Mit
dem Annäherungsprozess der Westbalkan-Länder an die EU würden
Frieden, Demokratie, Stabilität und Wohlstand gestärkt und gefördert.
(FA)

Rückfragehinweis:
Stabsabteilung EU-Koordination der WKÖ
Mag. Micaela Kleedorfer, Tel.: +43 (0) 590900-4357
EU-Büro der Wirtschaftskammer Österreich/Presse
Mag. Franziska Annerl, Tel.: +32/474/472594

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