OTS0210   7. Dez. 2011, 14:05

AK Kärnten fordert Verbesserung bei Fahrtkostenzuschuss

Viele Pendler bekommen zu wenig oder kein Geld!


Die Arbeiterkammer Kärnten fordert vom Land ab nächstem Jahr dringend Verbesserungen beim Fahrtkostenzuschuss für Pendler. "Die Vergaberichtlinien müssen entschärft und die Qualität der Abwicklung muss unbedingt erhöht werden", verlangt AK-Präsident Günther Goach. Es sei zu befürchten, dass heuer viele Pendler um das ihnen zustehende Geld umgefallen seien.

Diesen Verdacht begründet die Arbeiterkammer darauf, dass bei der Überprüfung von Förderanträgen durch die AK heuer grobe Bearbeitungsmängel festgestellt worden sind. "Zum Teil haben die Pendler bis zu 195 Euro weniger Geld erhalten, als ihnen zugestanden wäre", betont Goach. Immer wieder hätten sich das ganze Jahr über Pendler mit der Bitte an die AK gewandt, die Höhe der ihnen vom Land ausbezahlten Pendlerförderung zu überprüfen, weil sie Zweifel an der Richtigkeit hatten. Denn nach 25 Jahren Abwicklung durch die AK hat das Land heuer die Bearbeitung des Fahrtkostenzuschusses aus Mitteln der Arbeitnehmerförderung selbst übernommen.

Bei den auf Wunsch der Betroffenen überprüften Förderanträge stellte die AK sehr häufig fehlerhafte Bearbeitung aufgrund schlechter Organisation fest. "Das waren aber nicht nur so genannte 'Anlaufschwierigkeiten'. Auch jetzt, nach knapp einem Jahr, gibt es noch immer viele Klagen über die Administration durch die vom Land beauftragten Stellen", kritisiert der AK-Präsident. Insgesamt seien 30 Prozent der von der AK überprüften Anträge auf Fahrtkostenzuschuss falsch berechnet worden. Die Fehlbeträge zu Lasten der Pendler lagen zwischen 75 und 195 Euro. Bei den Beschwerden wurden stichprobenartige Überprüfungen vorgenommen. "Man kann aufgrund unserer langjährigen Erfahrung sicher davon ausgehen, dass sich diese Fehlerquote wie ein roter Faden durchzieht", betont GOACH. Heuer wurden rund 20.000 Anträge auf Fahrtkostenzuschuss positiv vom Land erledigt. Ein detaillierter, schriftlicher Bericht des Landes über den Einsatz der Mittel für die Arbeitnehmerförderung steht aber noch aus.

"Wir werden aber sicher nicht tatenlos zusehen, wenn die für die Pendler vorgesehenen Fördermittel nicht zu 100 Prozent auch den Pendlern zugutekommen", kritisiert Goach und fordert das Land auf

- die Richtlinien für den Fahrtkostenzuschuss rasch zu entschärfen, damit ab 2012 wieder mehr Berufspendler Anspruch auf die Förderung haben

- die Organisation bei der Auszahlung entsprechend zu verbessern, damit den Pendlern durch Fehlberechnungen nicht weiterhin grobe finanzielle Nachteile entstehen.

Allein im Vorjahr, so Goach, seien im Fördertopf für den Fahrkostenzuschuss 1,1 Millionen Euro nicht an die Pendler ausbezahlt worden, weil es aufgrund der strengen Richtlinien zu wenig Anspruchsberechtigte gab. Die Arbeiterkammer fordert vom Land daher, dass dies jetzt umgehend geändert werden muss.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0210 2011-12-07 14:05 071405 Dez 11 AKK0001 0421



Arbeiterkammer Kärnten Zur Pressemappe

Rückfragehinweis: Arbeiterkammer Kärnten
Mag. Christa Maurer,
Kommunikation
Tel.: 050 477-2401,
Fax: 050 477-2400
c.maurer@akktn.at
http://kaernten.arbeiterkammer.at

Aussendungen von Arbeiterkammer Kärnten abonnieren: als RSS-Feed per Mail

Geokoordinaten:


Errechnete Personen: