- 07.12.2011, 14:05:22
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AK Kärnten fordert Verbesserung bei Fahrtkostenzuschuss
Viele Pendler bekommen zu wenig oder kein Geld!
Klagenfurt (OTS) - Die Arbeiterkammer Kärnten fordert vom Land ab
nächstem Jahr dringend Verbesserungen beim Fahrtkostenzuschuss für
Pendler. "Die Vergaberichtlinien müssen entschärft und die Qualität
der Abwicklung muss unbedingt erhöht werden", verlangt AK-Präsident
Günther Goach. Es sei zu befürchten, dass heuer viele Pendler um das
ihnen zustehende Geld umgefallen seien.
Diesen Verdacht begründet die Arbeiterkammer darauf, dass bei der
Überprüfung von Förderanträgen durch die AK heuer grobe
Bearbeitungsmängel festgestellt worden sind. "Zum Teil haben die
Pendler bis zu 195 Euro weniger Geld erhalten, als ihnen zugestanden
wäre", betont Goach. Immer wieder hätten sich das ganze Jahr über
Pendler mit der Bitte an die AK gewandt, die Höhe der ihnen vom Land
ausbezahlten Pendlerförderung zu überprüfen, weil sie Zweifel an der
Richtigkeit hatten. Denn nach 25 Jahren Abwicklung durch die AK hat
das Land heuer die Bearbeitung des Fahrtkostenzuschusses aus Mitteln
der Arbeitnehmerförderung selbst übernommen.
Bei den auf Wunsch der Betroffenen überprüften Förderanträge
stellte die AK sehr häufig fehlerhafte Bearbeitung aufgrund
schlechter Organisation fest. "Das waren aber nicht nur so genannte
'Anlaufschwierigkeiten'. Auch jetzt, nach knapp einem Jahr, gibt es
noch immer viele Klagen über die Administration durch die vom Land
beauftragten Stellen", kritisiert der AK-Präsident. Insgesamt seien
30 Prozent der von der AK überprüften Anträge auf Fahrtkostenzuschuss
falsch berechnet worden. Die Fehlbeträge zu Lasten der Pendler lagen
zwischen 75 und 195 Euro. Bei den Beschwerden wurden
stichprobenartige Überprüfungen vorgenommen. "Man kann aufgrund
unserer langjährigen Erfahrung sicher davon ausgehen, dass sich diese
Fehlerquote wie ein roter Faden durchzieht", betont GOACH. Heuer
wurden rund 20.000 Anträge auf Fahrtkostenzuschuss positiv vom Land
erledigt. Ein detaillierter, schriftlicher Bericht des Landes über
den Einsatz der Mittel für die Arbeitnehmerförderung steht aber noch
aus.
"Wir werden aber sicher nicht tatenlos zusehen, wenn die für die
Pendler vorgesehenen Fördermittel nicht zu 100 Prozent auch den
Pendlern zugutekommen", kritisiert Goach und fordert das Land auf
- die Richtlinien für den Fahrtkostenzuschuss rasch zu entschärfen,
damit ab 2012 wieder mehr Berufspendler Anspruch auf die Förderung
haben
- die Organisation bei der Auszahlung entsprechend zu verbessern,
damit den Pendlern durch Fehlberechnungen nicht weiterhin grobe
finanzielle Nachteile entstehen.
Allein im Vorjahr, so Goach, seien im Fördertopf für den
Fahrkostenzuschuss 1,1 Millionen Euro nicht an die Pendler ausbezahlt
worden, weil es aufgrund der strengen Richtlinien zu wenig
Anspruchsberechtigte gab. Die Arbeiterkammer fordert vom Land daher,
dass dies jetzt umgehend geändert werden muss.
Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Kärnten
Mag. Christa Maurer, Kommunikation
Tel.: 050 477-2401, Fax: 050 477-2400
mailto:[email protected]
http://kaernten.arbeiterkammer.at
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