- 07.12.2011, 13:27:53
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LR Edlinger-Ploder: Fast Food - Schluss mit dem Lavieren
Die steirische Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder setzt konkrete Schritte für ein gesünderes Angebot in Schulbuffets.
Graz (OTS) - In hunderten zustimmenden Mails und Telefonaten
unterstützen Eltern, Ärzte, Ernährungswissenschaftler und Pädagogen
aus ganz Österreich den Vorstoß der steirischen
Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder für klare
gesundheitsfördernde Regeln in puncto Schulbuffets und die Verbannung
von Junk-Food aus dem Schul-Verkauf. "Wir haben in den vergangenen
Jahren genug Wissen und Papiere zum Thema ,gesunde Ernährung`
angehäuft, es ist Zeit, zu handeln, wo wir selbst Verantwortung
tragen", so Edlinger-Ploder.
Richtige Ernährung ist natürlich primär eine Aufgabe der
Erziehungsberechtigten, aber dort wo Schulen oder Kindergärten durch
Ganztags- und Nachmittagsbetreuung auch zunehmend Verantwortung vom
Elternhaus übernehmen, muss dem Wissen durch angebotssteuernde
Maßnahmen endlich zum Durchbruch verholfen werden und müssen die
Eltern in ihren Bemühungen Unterstützung erhalten. "Wir müssen uns
halt auch einmal Mainstream-Botschaften und Werbetäuschung
widersetzen", so die Landesrätin.
Die Steiermärkische Landesregierung hat am 23.11.2010 den Beschluss
gefasst, gemeinsam mit Ernährungsexperten und der FH Joanneum -
Studiengang Diätologie - eine Angebotsliste für Schulbuffets nach
ernährungsmedizinischen Richtlinien zusammenzustellen und in einem
weiteren Schritt politische Maßnahmen zu setzen, dass der
Landesschulrat für Steiermark diese Richtlinien in seine
Vergabepraxis in Bezug auf Schulbuffets übernimmt.
Der erste Teil dieses Beschlusses ist mittlerweile umgesetzt. "Styria
Vitalis" hat "Leitlinien zur gesunden Ernährung für Kinder,
Schulkinder und Jugendliche" erstellt.
"Ich werde im Jänner mit dem Landesschulrat für Steiermark die
Verhandlungen aufnehmen, wo wir gemeinsam ausloten, wie diese
Leitlinien auch umgesetzt werden können", so Edlinger-Ploder.
Es geht darum, dass Schulbuffets künftig bei Vertragsabschluss mit
der Schule, die von Experten erarbeiteten Richtlinien anerkennen und
ihr Sortiment darauf abstimmen müssen. Die "Schulautonomie" darf
nicht dazu führen, dass das Angebot des Schulbuffets durch das
Aufstellen von einschlägigen Getränke- und Nahrungsmittelautomaten
unterlaufen wird.
Es sei ihr nicht unrecht, dass die derzeitige Diskussion unter dem
reißerischen Titel "Fast-Food-Verbot" an Schulen laufe, weil dadurch
erst die breite Aufmerksamkeit erregt wurde, meinte Edlinger-Ploder.
Ihr gehe es aber nicht um ein Produktverbot, sondern um eine
Angebotssteuerung auf Basis von Nahrungsmittelqualität und
Inhaltsstoffen. "Ich kann und will nicht die Jausenboxen der Schüler
kontrollieren, aber ich will, dass in den Schulen nur das gekauft
werden kann, was zuvor im Unterricht und Ernährungsprojekten als
gesund und sinnvoll gelehrt werde", meint die Gesundheitslandesrätin.
"Die Eigenverantwortung und Autonomie der Einzelnen bleibt aufrecht,
was er isst und wo er seine Jause kauft."
Sie werde daher neben den Gesprächen mit dem Landesschulrat auch den
Kontakt mit der Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer suchen, da
sich durch regionale und saisonale Produkte zusätzliche Chancen
ergeben und die landeseigene Wertschöpfung sogar erhöht würde.
Der ständige Verweis auf die "Bewusstseinsbildung als Allheilmittel"
kann als gescheitert betrachtet werden, wenn man die Entwicklungen
der letzten Jahre analysiert.
"Selbstverständlich werden wir bewusstseinsbildende Maßnahmen und
Projekte als Langzeitschiene fortführen und weiter darin investieren.
Ich möchte jetzt aber, dass den enormen Geldflüssen auch Taten und
messbare Erfolge gegenüberstehen. Wir sollten nicht immer darauf
abzielen, was andere tun können, sondern das Heft des Handelns und
Entscheidens selbst in die Hand nehmen," so Edlinger-Ploder
abschließend.
Rückfragehinweis:
Johannes Hödl
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Büro LR Kristina Edlinger-Ploder
Tel.: 0676/86665945
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