• 07.12.2011, 12:42:32
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Mitterlehner (2): Reform der Lehrlingsförderung soll Facharbeitermangel bekämpfen

Energieeffizienzgesetz soll im nächsten Jahr beschlossen werden

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die demografische Entwicklung stellt
Österreichs Wirtschaft in den kommenden Jahren vor enorme
Herausforderungen. Ziel sei es daher, den daraus entstehenden
Fachkräftemangel mit zahlreichen Maßnahmen zu bekämpfen, meinte
Wirtschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner in der Fragestunde des
Nationalrats weiter. Hier gebe es vor allem in technischen Berufen
oder auch im Tourismus Defizite. Die bereits eingeleitete Reform der
Lehrlingsförderung soll Abhilfe schaffen.

Das neue Berufsausbildungsgesetz, das heute auf der Tagesordnung des
Nationalrats steht, schafft die Voraussetzungen für die künftige
Möglichkeit des Lehrlingscoachings und die Überarbeitung von
Lehrplänen. Auch die Qualität der Lehrabschlussprüfung werde
verbessert. Mitterlehner verwies darauf, dass derzeit viele Lehrlinge
nach Abschluss der Lehrzeit nicht zur Abschlussprüfung antreten -
2010 waren es knapp 2000 -, weil etwa aufgrund veralteter
Prüfungsfragen oder praxisfremder Aufgaben Stresssituationen
entstünden. Außerdem werde die Anerkennung informell und non-formal
erworbener Qualifikation für den Lehrabschluss erweitert.
Mitterlehner erwartet jährlich zwischen 500 und 1.000 Personen, die
österreichweit diese neue Maßnahme in Anspruch nehmen.

Auch die verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei ein
Rezept gegen den Fachkräftemangel. Die im Jahr 2010 eingeführten
zusätzlichen Modelle für das Kinderbetreuungsgeld und der Ausbau der
Kinderbetreuungseinrichtungen würden gut angenommen. Gleiches gelte
für die Nachmittagsbetreuung.

Neues Energieeffizienzgesetz kommt

Eine der drei Säulen der Energiestrategie 2020 ist die
Energieeffizienz. Der Minister erinnerte an die entsprechende
Entschließung vom Juli dieses Jahres anlässlich der Beschlussfassung
des Ökostromgesetzes, wonach er bis Ende Juni 2012 einen
Gesetzesentwurf für ein Energieeffizienzgesetz zur Behandlung
vorzulegen habe. Der Minister kündigte an, Anfang nächsten Jahres
einen Begutachtungsentwurf vorzulegen und zeigte sich überzeugt, dass
es zeitgerecht zu einer entsprechenden Beschlussfassung im
Nationalrat kommt. In diesem Zusammenhang lud er alle Abgeordneten
zur Mitwirkung ein. Eine neue EU-Richtlinie wolle man noch
einarbeiten, derzeit laufe auch der Abstimmungsprozess mit den
Bundesländern.

Insgesamt sei das Ziel der Energiestrategie "mehr Effizienz, weniger
CO2 und mehr erneuerbare Energien". Zur derzeit laufenden
UN-Klimakonferenz in Durban meinte Mitterlehner: "Alle unsere Pläne
Richtung erneuerbarer Energien machen insgesamt nur dann Sinn, wenn
sich auch der Rest der Welt beteiligt. Der Schwerpunkt muss auf der
internationalen Ebene liegen."
(Fortsetzung)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

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