• 07.12.2011, 11:08:26
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Brunner in Durban: Klimaschutz-Ranking reiht Österreich wenig überraschend zu Schlusslichtern

Berlakovich muss Versäumnisse zugeben und EU-Ziel zur CO2-Reduktion um 30% mittragen

Wien (OTS) - Ein gestern in Durban veröffentlichtes
Klimaschutz-Ranking zweier einflussreicher Umwelt-NGOs stellt
Österreich ein katastrophales Zeugnis beim Klimaschutz aus.
Österreich schneidet in allen Kategorien miserabel ab. "Im Bereich
Internationale Klimapolitik haben wir sogar die schlechteste
Platzierung "very poor" erhalten. Das entspricht einem glatten
Fünfer. Das ist die Rechnung für jahrelanges Bremsen und Blockieren
im Rahmen der Klimaverhandlungen auf europäischer und globaler
Ebene", sagt Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen, die
derzeit die Klimaverhandlungen persönlich in Durban beobachtet.

Laut Brunner muss ein Land wie Österreich, das beste finanzielle und
technische Voraussetzungen für erneuerbaren Ressourcen und die grüne
Energiewende besitzt, international zu den Klimavorreitern, nicht zu
den Klimasündern gehören. "Wenn Berlakovich jetzt seine
Blockadehaltung nicht endlich zugibt und beim Klimaschutz aktiv wird,
hat Österreich in Durban keine Berechtigung, die neuen großen
Emittenten wie China zu den alles entscheidenden Zugeständnissen
aufzufordern", stellt Brunner fest.

Brunner appelliert an Berlakovich wenigstens das "very poor" bei
Österreichs Verhalten im Internationalen Klimaschutz zum Anlass zu
nehmen und das höhere EU-Ziel von minus 30 % bei Co2 voranzutreiben.
"Berlakovich hat die Möglichkeit hier unseren Ruf als absoluter
Klimabremser wenigstens etwas aufzubessern. Ich fordere Ihn daher
auf, seine Blockadehaltung bei der Anhebung des europäischen
Minderungsziels auf -30% aufzugeben, sich für die Einlösung der
versprochenen Klimafinanzierung für die ärmsten Länder einzusetzen
und einer sauberen, und umweltpolitisch integren Anrechnungsmethode
der Waldnutzung in Durban zuzustimmen", sagt Brunner.

Um Österreichs Platzierung in den Bereichen Emissionen und
Emissionstrends zu verbessern, bedarf es freilich einer völligen
Umkehr der jetzigen verfehlten Energiepolitik. Allen klimapolitischen
Lippenbekenntnissen zum Trotz, verzeichnen wir immer noch steigende
Energieverbräuche, steigendes Verkehrsaufkommen und steigende
Treibhausgasemissionen. Hier ist die ganze Bundesregierung gefordert
vom Kanzler, über die Ministerinnen für Verkehr und Finanzen, sowie
der Wirtschaftsminister.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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