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OTS0358   6. Dez. 2011, 19:41

Menschenfeinde. Kommentar von Martin Tochtrop


Die Feuerwehr genießt hierzulande allerhöchstes
Ansehen, vor allem die freiwillige. Wenn Mitglieder dann in einem
sozialen Netzwerk wie Facebook dazu aufrufen, es bei der Rettung von
Türken extra langsam gehen zu lassen, ist das ein Schlag ins Gesicht
ihrer Kollegen. Der großen Mehrheit ihrer Kollegen, sei hier
festgestellt.

Dass es nun in Gladbeck nach den Hitlergruß-Posen der Jugendfeuerwehr
zum zweiten Mal binnen Jahresfrist zu rechtsradikalen Bekundungen
kommen konnte, wirft Fragen auf. Wie konnte die Stadt nach der
Untersuchung des Hitlergruß-Skandals im Ferienlager behaupten, es
gebe keinerlei rechtsradikale Tendenzen innerhalb der Feuerwehr? Der
Verdacht liegt nahe, dass die Stadtspitze den Vorfall nicht ernst
genug genommen hat.

Jetzt reagierten die Verantwortlichen auf die fremdenfeindliche
Korrespondenz genau richtig und leiteten Disziplinarverfahren ein.
Hoffentlich sind sie durch die aktuellen Berichte über die tödlichen
Machenschaften der Neonazi-Szene sensibilisiert worden. Denn:
Menschenfeinde dürfen nicht auf Menschen losgelassen werden, erst
recht nicht mit Blaulicht.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0358 2011-12-06 19:41 061941 Dez 11 EUN0020 0168



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