• 06.12.2011, 13:41:33
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Falter veröffentlicht skandalöse Akte eines österreichischen Terroristen aus Traun

Johann Neumüller plante Massenmord und kündigte seinen Selbstmord in Haft schriftlich an.

Wien (OTS) - Die Wiener Wochenzeitung FALTER veröffentlicht in der
kommenden Ausgabe die geheimen Ermittlungsakte des
oberösterreichischen Terroristen und Amokläufers Johann Neumüller.

Die Akte der Justiz gibt völlig neue Einblicke in das
erschütternde Ausmaß und in die Abgründe des nahezu unbekannten
Amokläufers, der am 22. Juli dieses Jahres in Traun ein Massaker
plante und dabei einen Menschen tötete und zwei schwer verletzte. Die
Akte belastet vor allem auch die Justiz schwer, da Neumüller seinen
Selbstmord in der Haft angekündigt hatte, aber nichts unternommen
wurde, um diesen zu verhindern. Im Gegenteil: die Umstände seines
Todes werden noch heute vertuscht, Experten mit Sprechverbot belegt.

Aus der Akte Neumüller geht nicht nur hervor, dass der in rechten
Kreisen verkehrende Lastwagenfahrer ein Massaker plante, sondern dass
er sich auch quasi vor den Augen der Justizwache erhängen konnte.
Neumüller bestellte bei der Justizwache einen Strick. Fünf Wochen
später erhängte er sich an seinem Gürtel in seiner Einzelzelle. Die
Justizverwaltung thematisierte die Selbstmordgefahr, unternahm aber
entgegen dienstlicher Vorschriften nichts.

Der Tod des Terroristen aus Traun macht die rumänischen
Hinterbliebenen seines Verbrechens fassungslos. Denn obwohl die
Behörden Hinweise haben, dass er in rechten Kreisen verkehrte, seine
Morde politischer Natur waren und er Österreich von Ausländern
"befreien" wollte, wurden weitere Ermittlungen mit seinem Tod
gestoppt. Der Fall, so rekonstruirt der FALTER, ähnelt in
gespenstischer Weise dem Fall des Briefbombers Franz Fuchs. Die
Behörden stellten bei Neumüller eine Menge Beweise sicher, die darauf
schließen lassen, dass er dutzende Menschen ermorden wollte.

Josef Neumüller führte seinen Amoklauf an jenem Tag durch, an dem
Anders Behring Breivik in Norwegen 77 Menschen ermordete. Seine Tat
wurde daher in Österreich kaum thematisiert.

Eine umfassende Reportage über den Ermittlungsakt des unbekannten
Terroristen und sein geplantes Massaker veröffentlicht der FALTER
exklusiv in der heute Abend erscheinenden Ausgabe.

Rückfragehinweis:
Stefan Apfl
Redaktion Falter
Marc-Aurel-Straße 9, 1011 Wien
Tel: 01/53660/965
[email protected]

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