OTS0249   6. Dez. 2011, 13:40

LH Pröll: "Mobilfunkpakt hat Ziele eindeutig erreicht"

Wirtschaftliche und technologische Impulse für den Standort NÖ


"Der Mobilfunkpakt hat seine Ziele
eindeutig erreicht. Er hat wirtschaftliche und technologische Impulse
ausgelöst und der Standort Niederösterreich hat entscheidend
profitiert", zog Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am heutigen
Dienstag, 6. Dezember, im Rahmen einer Pressekonferenz im NÖ Landhaus
Bilanz. Es sei gelungen, "technische Möglichkeiten und ökologische
Verpflichtungen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen", meinte
Pröll.

So habe es zum einen einen Steuerungseffekt gegeben, durch den die
Anzahl der einzeln genutzten Masten von rund 800 im Jahr 2005 auf
derzeit 355 gesenkt werden konnte. "Damit wurden 445 Masten
eingespart", so der Landeshauptmann. Zum anderen sei auch die
Mehrfachnutzung deutlich erhöht worden, betonte Pröll: "Heute werden
67 Prozent aller Handymasten mehrfach genutzt." Die dadurch erzielten
Kosteneinsparungen seien auch an die Konsumenten weitergegeben
worden, bilanzierte der Landeshauptmann weiters: "Seit 2005 ist der
Endkundenpreis um rund 65 Prozent gesunken."

Der Mobilfunkpakt habe auch wesentliche Vorteile für den
Wirtschaftsstandort Niederösterreich gebracht, informierte Pröll. Die
Zahl der Haushalte mit Breitbandanschluss sei stark angestiegen, der
Versorgungsgrad mit UMTS liege bei 77 Prozent.

Der Wirtschaftsforscher Dr. Christian Helmenstein (Economica
Institut für Wirtschaftsforschung) sieht in einer Studie "eine Reihe
von positiven ökonomischen Effekten durch den niederösterreichischen
Mobilfunkpakt". Im Vergleich der österreichischen Bundesländer liege
Niederösterreich "weit voran bei der gemeinsam genutzten
Mobilfunkinfrastruktur", informierte er. Durch die Mehrfachnutzung
von Handymasten würden sich Einsparungen von rund 28 Millionen Euro
ergeben, so Helmenstein. Diese Summe werde wiederum dafür verwendet,
"die Preise zu senken oder Technologien schneller auszubauen". Im
Zusammenhang mit der Einführung neuer Technologien könnten durch den
Mobilfunkpakt zukünftige Einsparungseffekte in der Höhe von 90 bis 95
Millionen Euro erzielt werden, sagte Helmenstein, der betonte: "Der
niederösterreichische Mobilfunkpakt hat seine Ziele sogar
übererfülllt."

"Landeshauptmann Pröll hat mit der Idee der Zusammenlegung von
Sendemasten einen Trend eingeleitet", betonte Michael Krammer, CEO
von Orange Österreich, im Zuge der Pressekonferenz. "Der
Mobilfunkpakt ermöglicht mehr an Qualität bei weniger Kosten und
besserer Ökologie durch weniger Sendestandorte", meinte Krammer in
seiner Stellungnahme.

Auf die "positive Zusammenarbeit mit den Gemeinden bei der
Umsetzung des Mobilfunkpaktes vor Ort" ging Klubobmann Mag. Klaus
Schneeberger näher ein. Über 60 Prozent der Gemeinden seien dem
Mobilfunkpakt beigetreten, berichtete der Klubobmann. In über 100
Gemeinden sei das Mitwirkungsverfahren zur Anwendung gekommen.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0249 2011-12-06 13:40 061340 Dez 11 NLK0005 0388



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