Vom Überleben zum Leben: Erste Jahrestagung der Österreichischen Akademie für onkologische Rehabilitation und Psychoonkologie (ÖARP)
Wien (OTS) - Mehr als 36.000 Österreicher erkranken jährlich neu
an Krebs. Durch Fortschritte in der Forschung können
Krebserkrankungen heute früher erkannt und wirksamer behandelt
werden. Dadurch steigt die Lebenserwartung der Patienten, trotzdem
führen Krebs und seine Behandlung meist zu einer Beeinträchtigung der
Körperfunktionen, des psychischen Wohlbefindens und des sozialen
Lebens. Dies betrifft neben den Patienten auch Partner, Eltern und
Kinder. Eine Reihe von Experten weisen anhand von Studiendaten auf
den Einfluss von körperlichem Training als auch psychosozialen
Faktoren wie Bildung, Einkommen, soziale Unterstützung und
Depressivität auf das Überleben hin. Die Hälfte aller Krebspatienten
hat zudem Bedarf an psychosozialen Angeboten. Im Rahmen der ersten
Jahrestagung der ÖARP am 1. und 2. Dezember im Kongress Casino Baden
wurden die Themen onkologische Rehabilitation, psychosoziale Aspekte,
Sport und Krebs und Supportivtherapie der Krebserkrankung diskutiert.
Bereits bei der Eröffnung der Jahrestagung der ÖARP durch deren
Präsident Univ.-Prof. Dr. Alexander Gaiger von der Universitätsklinik
für Innere Medizin I in Wien und Univ.-Prof. Dr. Rudolf Müller,
Chefarzt der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) wurde die große
Bedeutung Onkologischer Rehabilitation und Psychoonkologie
hervorgehoben. "Da die Diagnose Krebs in den meisten Fällen eine
akute existentielle Krise, tiefe Verunsicherung und oft auch einen
Vertrauensverlust in den eigenen Körper bedeutet und der Patient
dadurch häufig Angst, Traurigkeit, Erschöpfung ausgesetzt ist, werden
psychosoziale Angebote und onkologische Rehabilitation immer
wichtiger", so Prof. Gaiger einleitend. Er fügte hinzu: "Mit
onkologischer Rehabilitation lässt sich die Reintegration eines
Patienten in die Gesellschaft, in den Beruf und in das Umfeld
ermöglichen. Bei der PVA möchte ich mich für ihr Engagement für
unsere Krebspatienten herzlich bedanken." [...]
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