ELGA - viele Vorteile für Patienten
ARGE-KV-Vorsitzender Hutter: "Diskussion versachlichen!"
St. Pölten (OTS) - Zur Versachlichung der öffentlichen Diskussion
zu ELGA ruft NÖGKK-Obmann und ARGE-KV*)-Vorsitzender Gerhard Hutter
auf. "Tatsache ist, dass ELGA die Daten- und Behandlungssicherheit
für die Patienten erhöht", so Hutter. "Tatsache ist auch, dass die
Hauptbetroffenen, die Patienten, ein klares Ja zu ELGA sagen." Über
80 Prozent der Österreicher befürworteten in einer aktuellen Umfrage
die elektronische Gesundheitsakte ELGA. Aus gutem Grund. Damit sollen
künftig unnötige Doppelbefundungen und -untersuchungen vermieden
werden. Der Behandler hat alle relevanten medizinischen Infos über
den Patienten, egal ob im Spital, beim Fach- oder Hausarzt. Das
bedeutet mehr Sicherheit und Effizienz bei der Versorgung.
ELGA: Fakten und Mythen
Die ELektronische GesundheitsAkte wird künftig dezentral alle
relevanten Gesundheitsdaten vernetzen. Diese Patientendaten werden
über den e-card-Server und speziell abgesicherte Leitungen abgerufen.
Hutter: "Allerdings nur, wenn der Patient das auch will - ELGA ist
keine Zwangsbeglückung." Konkret bedeutet das, dass sich Patienten
"ausoptieren" oder gewisse Daten sperren können. Den Zugriff auf die
Daten hat der Arzt nur durch Stecken der e-card - und nur für 28
Tage. "Damit sind Daten bei ELGA jedenfalls sicherer als die derzeit
üblichen Fax-Befunde, Briefe von Arzt zu Krankenhaus oder das
Röntgenbild, das man im Sackerl zum nächsten Arzttermin mitnimmt",
versichert Hutter.
Dem gegenüber steht ein echter Qualitätssprung bei der Behandlung:
Denn obwohl die elektronische Speicherung von Gesundheitsdaten -
sowohl in Krankenhäusern und in der Arztordination - gang und gäbe
ist, fehlt bislang die Vernetzung, die meisten Systeme können nicht
oder nur unzureichend miteinander kommunizieren.
Die Folgen des derzeitigen Systems sind unliebsam, teuer oder sogar
gefährlich: Doppeluntersuchungen und -befundungen,
Mehrfachverschreibungen oder gefährliche Wechselwirkungen von
Medikamenten, verzögerte Diagnose aufgrund fehlender Befunde etc. Mit
ELGA werden künftig behandelnde Ärzte und Gesundheitsdienstean-bieter
den Überblick haben, welche medizinischen Interventionen in allen
anderen Bereichen gemacht wurden - und das verbessert Qualität und
Sicherheit enorm. Deutlich ist aber auch die künftige
Effizienzsteigerung im Gesundheitswesen. "Allein durch Vermeidung von
Doppelmedikation entsteht ein Kostendämpfungspotenzial in
zweistelliger Millionenhöhe; selbiges gilt für vermeidbare
Überweisungen oder Ein-weisungen ins Spital", so Hutter. "Bedingung
dafür ist jedoch, dass jeder Gesundheitspartner verpflichtend
mitmacht."
*Die ARGE-KV - Arbeitsgemeinschaft der Krankenversicherungsträger -
ist eine un-abhängige Plattform der Krankenkassen der
Unselbständigen, den Vorsitz führt NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter.
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