ÖH: Studiengebühren sind keine Lösung für prekäre Lage der Unis
Regierung darf eigene Unfähigkeit nicht länger auf Rücken der Studierenden austragen
Wien (OTS) - Die heute von der uniko präsentierten Forderungen an
das Ministerium, zeigen deutlich das die Universitäten dramatisch
unterfinanziert sind. "Von Töchterle zu behaupten, dass die
Universitäten doch finanziell gar nicht so schlecht da stehen und
dass endlich deren Leistung in den Mittelpunkt gerückt werden soll,
kann in der aktuellen Situation nur als Hohn aufgefasst werden",
zeigt sich Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH verärgert. "Auch die
uniko hat heute klargestellt, dass die finanziellen Probleme der
Universitäten nicht über Studiengebühren gelöst werden können,
sondern dass der Bund endlich seiner Verantwortung nachkommen muss."
"Dass die ÖVP nur nach Studiengebühren schreit und sich wie ein
kleines Kind in die Ecke stellt und sagt, 'ein Gesetz, dass gegen uns
beschlossen wurde, werden wir bestimmt nicht reparieren', ist eine
eindeutige Trotzreaktion, die zeigt wie in Österreich mit
demokratischen Entscheidungen umgegangen wird", so Peter Grabuschnig,
ÖH Generalsekretär. "Die Konsequenzen müssen die Universitäten und
vor allem die Studierenden tragen. Es ist höchste Zeit, dass auch die
ÖVP endlich ihre ideologische Verblendung erkennt und nicht immer nur
mit dem Finger auf die anderen zeigt, um sich dann hinter alt
bekannten Scheinargumenten verstecken zu können."
"Wir unterstützen die uniko klar in ihrer Forderung nach
Ausgleichszahlungen aus den Notfallreserven des BMWF, um den Wegfall
der 35 Millionen Euro einigermaßen abzufangen. Es darf nicht so weit
kommen, dass tatsächlich Stellen abgebaut werden müssen und sich das
Betreuungsverhältnis weiter verschlechtert", bekundet Angelika Gruber
vom ÖH Vorsitzteam. "Allerdings ist auf jeden Fall festzuhalten, dass
sich die Regierung endlich zum beschlossenen Budgetpfad auf 2% des
BIP bekennen muss. Es ist geradezu dreist, nicht einmal den eigenen
finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, aber Studierende an die
Kasse bitten zu wollen. Studiengebühren sind auf keinen Fall die
Lösung für die prekäre Lage der Universitäten."
Johanna Griesmayr,
Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 212
johanna.griesmayr@oeh.ac.at
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