OTS0152   6. Dez. 2011, 11:13

Kärnten gegen Fastfood-Verbot an Schulen

Bildungsreferent Scheuch: Bewusstseinsbildung statt Verbote


Ablehnend steht Bildungsreferent LHStv. Uwe
Scheuch einem Verbot von Fastfood an Kärntner Schulen gegenüber.
"Zweifelsohne muss mehr Bedacht auf gesunde Ernährung gelegt werden,
gerade bei Jugendlichen. Von einem generellen Fastfood-Verbot an
Schulen halte ich allerdings nichts. Viel gescheiter wären
bewusstseinsbildende Maßnahmen", gab der Bildungsreferent heute,
Dienstag, bekannt.

Allein schon die Qualifizierung von Nahrungsmitteln als Fastfood
sei in seinen Augen schwierig, so Scheuch. Er könne sich aber schon
vorstellen, dass man in den Schulkantinen mehr Wert auf gesunde,
heimische Lebensmittel lege und darauf von offizieller Stelle auch
ein besonderes Augenmerk lege. "Man muss Fastfood und ähnliches ja
nicht unbedingt im Schulgelände verkaufen. Was aber jeder einzelne
Schüler als Jause mitbringt, muss jedem frei stehen. Den Verzehr von
Fastfood in den Pausen einfach zu verbieten, kann wohl keine Lösung
sein", stellte Scheuch fest.

Denn was man nicht könne und auch nicht wolle, sei den Kärntner
Schülern ihre Essgewohnheiten gesetzlich vorzuschreiben. Es sei
schließlich Aufgabe der Schule, mündige und eigenverantwortliche
Erwachsene hervorzubringen, so Scheuch.
(Schluss)

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0152 2011-12-06 11:13 061113 Dez 11 NKL0003 0185



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