- 06.12.2011, 10:30:32
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FVA: Österreicher spenden 460 Millionen Euro 2011!
Fundraising Verband präsentiert Spendenbericht 2011.
Wien (OTS) - Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte der
Fundraising Verband Austria heute Vormittag den Spendenbericht 2011.
Für 2011 wird ein Spendenaufkommen von 460 Mio. Euro erwartet. Damit
bleibt das Aufkommen auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Ein
zusätzliches Wachstum könnten - international übliche - steuerliche
und rechtliche Erleichterungen für gemeinnützige Stiftungen bringen.
Entgegen vieler Befürchtungen sind die Österreicher weiterhin
solidarisch. Nach der Steigerung des Spendenaufkommens von 390 Mio.
Euro 2009 auf den Rekordwert von 460 Mio. Euro 2010 erwartet der
Fundraising Verband in seinen Prognosen für 2011 abseits der
Naturkatastrophen ein weiteres leichtes Wachstum des
Spendenaufkommens.
"Die Österreicherinnen und Österreicher spendeten 2011 25 Mio.
Euro für die Menschen in Japan und Afrika. Gleichzeitig haben sie
aber nicht auf die anderen Spendenthemen vergessen. In den
traditionellen Bereichen erwarten wir ein Wachstum von 5%", zeigt
sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands,
erfreut. Dies kann auch Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des
Österreichischen Roten Kreuzes, bestätigen: "2011 war für das Rote
Kreuz ein Jahr mit vielen Herausforderungen. Einerseits forderten uns
die Akut-Einsäte in Japan und Afrika und andererseits der
langfristige Wiederaufbau in Haiti und Pakistan. Unsere Spenderinnen
und Spender sahen dieses Engagement und unterstützten unsere Arbeit
maßgeblich."
Steuerliche Absetzbarkeit insgesamt positiv
Zu dem erfreulichen Ergebnis haben auch die positiven
Rahmenbedingungen der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden
beigetragen. Zwar setzen immer mehr Menschen ihre Spenden ab,
allerdings gibt es noch ein großes Potenzial. Umso mehr begrüßen
Lutschinger und Kopetzky die vergangene Woche vom Finanzministerium
gestartete Informationskampagne für die Spendenabsetzbarkeit. Über
1000 Organisationen besitzen die Spendenabsetzbarkeit.
Österreicher keine Spendenweltmeister
Die Österreicher sind auch 2011 keine "Spendenweltmeister". Es
spenden zwar im internationalen Vergleich mehr Menschen, die
Spendenhöhe ist aber geringer. Insgesamt ist aber erfreulich, dass
die Bereitschaft regelmäßig zu spenden um 6 Prozent gestiegen ist.
Das wichtigste Spendenmotiv für die Österreicher ist, dass es
Menschen gibt, die ihre Hilfe benötigen. Dabei schauen sie sich genau
an, wofür sie spenden. "7 von 10 Österreicher nehmen die jeweilige
Organisation bzw. Aktion genau unter die Lupe, bevor sie spenden."
unterstützt Werner Beutelmeyer vom Umfrageinstitut market dies. Die
eigene wirtschaftliche Situation ist dabei aber nicht unerheblich. So
ist das drittwichtigste Motiv "Weil ich es mir leisten kann" - dieses
ist erfreulicherweise um 10 Prozent gestiegen. Kinder und die
Katastrophenhilfe im Inland sind dabei für sie die liebsten Projekte.
Gefolgt werden diese von Menschen mit Behinderungen, Sozial
Benachteiligten und Tieren.
Hoffnung Stiftungen
Ein weiteres Wachstum des Spendenaufkommens könnte es geben, wenn
Österreich es Stiftungen endlich erleichtert, gemeinnützig tätig zu
werden. "Während in anderen EU-Ländern sich immer mehr Wohlhabende
über gemeinnützige Stiftungen für die Gesellschaft engagieren,
verhindert der Gesetzgeber in Österreich ein solches Engagement.",
fordert Lutschinger die Verbesserung der rechtlichen Basis und
steuerliche Anreize, damit nicht nur eigennütziges Engagement der
"Superreichen" in Österreich attraktiv ist.
Rückfragehinweis:
Der Spendenbericht steht im Pressebereich auf der FVA-Website zum Download zur Verfügung.
Mag. Peter Steinmayer, Öffentlichkeitsarbeit Fundraising Verband
M: 0676/62 18 290 E: [email protected], I: www.fundraising.at
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