OTS0028   6. Dez. 2011, 09:02

Senatsvorsitzende für aufgabengerechte Universitätsfinanzierung - Mitwirkung am Hochschulplan zugesichert

Ohne ausreichende Finanzierung keine Sicherung der Qualität möglich - Politik muss sich bewegen


Die Vorsitzenden der Senate der Österreichischen
Universitäten sind am Montag, 5. Dezember 2011, zu einer
außerordentlichen Konferenz an der Veterinärmedizinischen Universität
in Wien zusammengekommen. Thema der Beratungen war der
Österreichische Hochschulplan, der derzeit von einer Arbeitsgruppe am
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung ausgearbeitet wird.

Die Senatsvorsitzenden appellieren an alle politischen Kräfte in
Österreich, die finanzielle Ausstattung der Universitäten mit den
Aufgaben, die sie zu erfüllen haben, in Einklang zu bringen. Die
derzeitige Blockade der Hochschulpolitik in Österreich muss beendet
werden.

Volle Finanzierung aller Studienplätze

Wichtigstes Ziel des Hochschulplans muss die Beseitigung der
eklatanten Unterfinanzierung der öffentlichen Universitäten in
Österreich sein. Österreich ist das einzige Land, in dem es keine
Kapazitätsberechnungen gibt und die Universitäten mit einem fixen
Geldbetrag eine unbegrenzte und stetig wachsende Zahl von
Studierenden betreuen und ausbilden müssen.

Die Senatsvorsitzenden begrüßen daher den Plan einer aufgaben- und
kapazitätsorientierten Finanzierung, wie sie im Hochschulplan
vorgesehen ist: Zusätzlich zur Vollkostenfinanzierung der Forschung
ist die Lehre der Universitäten nach Maßgabe jener Studienplätze zu
finanzieren, deren Angebot man von ihnen in den einzelnen
Studienrichtungen erwartet. Nur dann, wenn alle Studienplätze nach
internationalen Maßstäben ausfinanziert sind, können die
Universitäten ihrem gesellschaftlichen Auftrag nachkommen, die Jugend
nach höchsten Qualitätsstandards auszubilden und auf die Bewährung im
internationalen Wettbewerb vorzubereiten.

Mitgestaltung zugesagt

Die Senatsvorsitzenden betonten die Wichtigkeit der Autonomie und
Selbständigkeit der einzelnen Universitäten, die den Reichtum an
Studienmöglichkeiten in Österreich und die Vielfalt der
wissenschaftlichen Methoden und Lehrmeinungen sicherstellen. Sie
anerkennen aber auch die Notwendigkeit einer österreichweiten
Koordination und Zusammenarbeit, um die Effizienz des öffentlichen
Hochschulwesens zu gewährleisten. Alle Koordinierungsmaßnahmen müssen
jedoch strikt am Ziel ausgerichtet sein, die hohe Qualität von
Forschung und Lehre an den österreichischen Universitäten zu sichern.

Die Senatsvorsitzenden begrüßen die Pläne des Ministeriums, die
Koordination des Hochschulraums unter der Leitung einer
österreichischen Hochschulkonferenz vorzunehmen, die aus Vertretern
der Senate und der Rektoren der österreichischen Universitäten und
Fachhochschulen zusammengesetzt ist, und sagen die Mitwirkung an der
Ausgestaltung des Hochschulplans zu.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0028 2011-12-06 09:02 060902 Dez 11 UNI0001 0367



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Rückfragehinweis: O. Univ.-Prof Dr. Helmut Fuchs
Sprecher der Senatsvorsitzenden
der Österreichischen Universitäten
1010 Wien,
Dr.-Karl-Lueger-Ring 1
T +43-1-4277-129 01,
M +43-664-60277-346 41

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