• 05.12.2011, 21:20:18
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Neues Volksblatt: "Schulden" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 6. Dezember 2011

Linz (OTS) - Die Wirtschaft boomt, die Auftragsbücher der
Unternehmen sind voll, wie wir fast täglich lesen können - trotzdem
geht die Angst vor einer neuen Krise um. Niemand kann sagen, wie es
mit der Euro und Europa weiter geht, die Menschen sind verunsichert,
sie sorgen sich um das Ersparte.
Vor diesem Hintergrund hatte Landeshauptmann Josef Pühringer als
Finanzreferent einen Haushaltsvoranschlag für das Land Oberösterreich
zu erstellen, der auch in schwieriger werdenden Zeiten hält; was
durch vorsichtige Budgetierung, sparen, wo es geht, und eine
20-prozentige Kreditsperre erreicht werden soll. Andererseits muss
alles vermieden werden, was der Konjunktur schaden könnte. Eine
Gratwanderung.
Angesichts von 216,5 Milliarden "Miesen" in der Bundes-Kassa sollte
man meinen, dass sparen eine Selbstverständlichkeit ist. Ist es aber
nicht. Die neue SPÖ-Klubobfrau im Landtag, Gertraud Jahn, hält nichts
von der Schuldenbremse, sie vertritt die Meinung, dass Sparprogramme
nur weiter in die Krise führen. Umgekehrt heißt das: Von den Schulden
kommt man nur durch neue Schulden herunter!
Ob diese Finanzpolitik einer wissenschaftlichen Überprüfung
standhält, ist zweifelhaft. Es könnte aber sein, dass die Griechen
nach diesem Plan gearbeitet haben.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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