Ein bisschen wie im falschen Film ... (von Michaela Geistler-Quendler)
Ausgabe 6. Dez. 2011
Klagenfurt (OTS) - Auch wenn parteitaktische Spielchen im
Windschatten der Schuldenkrise einmal außer Acht gelassen werden: In
Österreich fühlt man sich oft wie im falschen Film. Etwa, wenn sich
wieder einmal Vermögende - diesmal "Im Zentrum" - pikiert jede
sachliche Debatte über einen Beitrag zur Budgetsanierung verbitten.
Da zählen keine Zahlen mehr, wie jene des Wirtschaftsforschers Markus
Marterbauer, dass nur eine geringfügige Besteuerung von
Privatvermögen erhebliche Effekte erzielen könnten. Arme karitativ
engagierte Vermögende und Unternehmer, die schwer verschuldet sind,
und/oder ständig Unsummen re-investieren und tolle Arbeitsplätze
schaffen, dürfen doch nicht privat zur Kasse gebeten werden. Solche
Generalisierungen sind eine Beleidigung für die Intelligenz von
Bürgern, die nicht nur, aber auch das Gegenteil erleben: Miese
Verträge, Armut trotz Arbeit und Almosen.














