• 05.12.2011, 14:06:46
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LR Ragger: Klagenfurt erhält das größte der zukünftigen Inklusionszentren

BFZ bleibt in kleinerem Umfang als Wahlmöglichkeit für Eltern bestehen

Klagenfurt (OTS) - "Ich weiß, dass man Änderungen bei der
Betreuung von beeinträchtigten Kindern nur behutsam vornehmen darf.
Nach diesem Prinzip wird die Neugestaltung des sozialpädagogischen
Zentrums (BFZ) in der Guttenbergstraße in Klagenfurt über drei Jahre
erfolgen. Es ist auch keineswegs daran gedacht, den Schul- und
Heimbetrieb in Klagenfurt gänzlich zu streichen, sondern in dem
Zukunftsmodell ist selbstverständlich eine Einrichtung in Klagenfurt
vorgesehen, die aber kleiner dimensioniert sein wird als die
jetzige", erklärt Sozialreferent LR Mag. Christian Ragger.
Dieses Klagenfurter Inklusionszentrum wird mit etwa 20 Kindern das
größte unter all jenen sein, die in Zukunft in jeder Bezirksstadt
eingerichtet werden. "Hier sollten natürlich auch jene Kinder
versorgt werden, bei denen die Eltern eine Integration für nicht
sinnvoll halten", erklärt LR Ragger. Er hofft, dass mit dieser
Klarstellung viele geäußerte Ängste beseitigt werden können.
Der klare Auftrag der UNO-Konvention laute, beeinträchtigte Kinder
wohnortnah ohne Barrieren mit Altersgenossen zu unterrichten und zu
betreuen. Bis zum Schuljahr 2013/2014 werde in jeder Bezirksstadt ein
Inklusionszentrum (Pflichtschule mit Hort) aufgebaut.
An jedem Standort gelten folgende Prinzipien:
\x{2588} Wohnortnahe Versorgung (keine langen Anfahrten, etc.)
\x{2588} Kleinklassen für 5-7 Kinder
\x{2588} Doppelbesetzung im Unterricht (KlassenlehrerIn und adäquates
Zusatzpersonal)
\x{2588} Gleiche Rahmenbedingungen für die Nachmittagsbetreuung
(Kleingruppen und Doppelbesetzung)
\x{2588} Installierung eines mobilen therapeutischen Dienstes (Es fahren
nicht mehr die Kinder zu den Fachkräften des bfz, sondern die
Fachkräfte zu den Kindern)
Auch der Leiter der pädagogischen Hochschule in Linz, Prof. Dr.
Ewald Feyerer, bestärkt LR Ragger in diesem Vorhaben, indem er ihm
geschrieben hat: "Ich hoffe sehr, dass Sie trotz des Widerstandes,
der beim ersten Schritt einer Umstrukturierung einfach groß sein
muss, Ihren Weg fortsetzen. Er ist wegweisend für die Umsetzung der
Inklusion in Österreich."

Eine sachliche Diskussion zum Thema "BFZ" wird es auch im Kärntner
Landtag geben. Dieser wird noch in diesem Winter eine Enquete hierzu
veranstalten.

Rückfragehinweis:
Büro LR Mag. Christian Ragger, 0463-536-22701

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