• 04.12.2011, 13:00:31
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ASFINAG: Start für Baubeginn Tunnel Götschka an S 10 Mühlviertler Schnellstraße

Wien (OTS) - Deutlich mehr Verkehrssicherheit und ein starker
Impuls für die oberösterreichische Wirtschaft - in Anwesenheit
höchster politischer Vertreter des Landes Oberösterreich gaben die
beiden ASFINAG Vorstände DI Alois Schedl und Dr. Klaus Schierhackl
heute den Startschuss zum Bau des Tunnels Götschka. Der mit 4,4
Kilometer längste Tunnel an der künftigen S 10 ist mit 128 Millionen
Euro der größte Einzelbauauftrag in der Geschichte der ASFINAG und
Herzstück der 22 Kilometer langen Schnellstraße von Unterweitersdorf
bis Freistadt Nord. "Diese Strecke ist österreichweit unser derzeit
größtes Bauprojekt", sagt ASFINAG Vorstand DI Alois Schedl, "die S 10
schafft eine optimale Verkehrsverbindung des Mühlviertels mit dem
Zentralraum Linz, bringt deutlich mehr Verkehrssicherheit und auch
einen starken Impuls für die Wirtschaft."

Bis 2017 investiert die ASFINAG 6,8 Milliarden Euro im heimischen
Autobahnen- und Schnellstraßennetz. "Wir finanzieren uns primär durch
Mauteinnahmen. Als ASFINAG stellen wir daher den Anspruch an uns
selbst, dass wir ein wirtschaftlicher Betreiber des Autobahnen- und
Schnellstraßennetzes sind, der langfristig die erforderlichen
Ausgaben mit seinen eigenen Einnahmen decken kann", sagt dazu ASFINAG
Vorstand Dr. Klaus Schierhackl, "aus diesem Grund ist es uns sehr
wichtig, dass wir bei einem hohen Qualitätsniveau das Netz zu
vertretbaren Kosten betreiben und die Verschuldung für den Neubau
stets in leistbarer Höhe bleibt. Wir freuen uns daher, dass wir in
den vergangenen Jahren stets einen operativen Gewinn und de facto
keine Neuverschuldung hatten."

"Ich freue mich, dass das derzeit größte ASFINAG-Bauprojekt in
Oberösterreich errichtet wird. Die S 10 wird der oberösterreichischen
Wirtschaft enorme Impulse verleihen und das Leben tausender
Pendlerinnen und Pendler erheblich erleichtern", erklärte
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer zum Baubeginn des Tunnels
Götschka als ein weiterer Meilenstein bis zur Eröffnung der
Schnellstraße im Jahr 2015.

Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl unterstrich die mit dem
Bau der Strecke verbundenen Vorteile für die Region. "Die S 10 wird
nicht nur eine Verkehrsachse, sondern auch eine Verkehrssicherheits-
und Wohlstandsachse für das Mühlviertel und ganz Oberösterreich. Es
ist schön zu sehen, dass es bei der S 10 jetzt Schlag auf Schlag
geht. Das sind gute Perspektiven für die staugeplagten Pendler im
Mühlviertel", so Hiesl.

Tunnel Götschka

Der 4,4 Kilometer lange Tunnel ist Teil des Gesamtprojekts S 10
Mühlviertler Schnellstraße und verläuft von Unterweitersdorf bis in
den Süden der Gemeinde Neumarkt im Mühlkreis. Er wird mit zwei Röhren
errichtet. Die Oströhre in Fahrtrichtung Prag wird wegen der Steigung
dreispurig (zwei Fahrstreifen plus eine Kriechspur für Lkw), die
Weströhre in Fahrtrichtung Linz zweispurig errichtet. Der Tunnel wird
gemäß den Anforderungen an die Verkehrssicherheit mit modernster
Sicherheitstechnik ausgerüstet. Die beiden Richtungsröhren werden
durch insgesamt 17 Fluchtwege miteinander verbunden. Nach der
Bauphase über rund dreieinhalb Jahre und anschließendem Probebetrieb
wird der Tunnel Götschka 2015 für den Verkehr freigegeben.

Das Projekt S 10 Mühlviertler Schnellstraße

Der 22 Kilometer lange Südabschnitt der S 10 Mühlviertler
Schnellstraße schließt an das Ende der bestehenden A 7 Mühlkreis
Autobahn bei Unterweitersdorf an und endet nördlich von Freistadt.
Die Strecke wird voll ausgebaut, das heißt vierstreifig mit
zusätzlichem Abstellstreifen und baulicher Mitteltrennung
(Betonleitwand) im Freiland bzw. zweiröhrig in den Tunneln und
Unterflurtrassen. Mehr als 40 Prozent der gesamten Trasse verlaufen
"unter Tag" durch je vier Tunnel und Unterflurtrassen. Schon im
Rahmen der Planung und der intensiven Prüfung des Projekts auf seine
Umweltverträglichkeit wurden zahlreiche Maßnahmen entwickelt, die
entlang der Strecke nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt vermeiden
oder ausgleichen.

Großobjekte:

Tunnel Götschka: 4.425 m
Tunnel Neumarkt: 1.970 m
Unterflurtrasse Pernau: 270 m
Unterflurtrasse Lest: 545 m
Unterflurtrasse Ganglsiedlung: 275 m
Unterflurtrasse Walchshof: 800 m
Tunnel Satzingersiedlung: 295 m
Tunnel Manzenreith: 715 m

4 Anschlussstellen
1 Halbanschlussstelle

Bauzeit: 2009 - 2015
Gesamtkosten: netto 718 Millionen Euro

Weitere Infos zum Autobahnen- und Schnellstraßennetz: www.asfinag.at

Rückfragehinweis:
Mag. Christoph Pollinger, M.A.
Pressesprecher ASFINAG Baumanagement
Tel.: +43 (0) 50108-16841
M: +43 (0) 664 60108-16841
E-Mail: [email protected]

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