• 02.12.2011, 16:23:03
  • /
  • OTS0241 OTW0241

Vorstand der Kunsthalle Wien in Verhandlung zur Überführung in GMBH, Dienstfreistellung des Direktors ausschl. aufgrund politischen Drucks

Wien (OTS) - Stellungnahme zur PK von StR Mailath-Pokorny:

Der Vorstand der Kunsthalle Wien informiert, dass er ein Schreiben
des Stadtrats für Kultur Dr. Mailath-Pokorny erhalten hat, in dem
dieser dem Vorstand mitteilt, dass mit einem positiven Beschluss des
Gemeinderats über eine Subvention für die Jahre 2012-2014 für den
Verein Kunsthalle Wien nur zu rechnen sei, wenn verschiedene
Maßnahmen, insbesondere die Schaffung einer neuen Betriebsstruktur
und die temporäre Freistellung des Generalsekretärs durchgeführt
werden - wie auch in der heutigen Pressekonferenz bekanntgegeben.

Um die Zukunft der Kunsthalle Wien und ihrer über 50 Arbeitnehmer
sicher zu stellen, wird der Verein Kunsthalle Wien - unter
Berücksichtigung notwendiger rechtlicher, organisatorischer und
inhaltlicher Vorraussetzungen und Bedingungen - in die Verhandlungen
über eine Umsetzung der gegenständlichen Maßnahmen eintreten.
Nach Information des Vorstands machen die Grünen Wiens ihre
Zustimmung für die Subventionierung der Kunsthalle Wien von einer
temporären Dienstfreistellung des Direktors der Kunsthalle Wien
abhängig. Das Schreiben des Stadtrats für Kultur enthielt darüber
hinaus den Wunsch der Stadt Wien, die Unternehmenstätigkeit des
Vereins Kunsthalle Wien in Zukunft auf eine städtische GmbH zu
übertragen.

Der Vorstand der Kunsthalle Wien hält jedoch dezidiert fest, dass
er eine Dienstfreistellung des Direktors lediglich aufgrund des
Drucks der Grünen, andernfalls einer Subvention der Kunsthalle Wien
nicht zuzustimmen, durchführt. Der Vorstand ist aufgrund der Kenntnis
der Betriebsführung des Direktors und der vorliegenden Prüfergebnisse
bezgl. der Vorwürfe des Grünen-Abgeordneten Zinggl der Überzeugung,
dass der Direktor stets korrekt für das Haus gearbeitet hat. Der
Vorstand ordnet daher eine Dienstfreistellung des Direktors aus
politischen Gründen und auf Druck an. Der Vorstand betont, dass die
Kunsthalle Wien bislang ein außerordentlich gut geführtes Unternehmen
war, das nicht nur sämtliche Budgetvorgaben erfüllte und seine
Haushalte stets ohne Nachsubvention abschließen konnte, sondern, wie
auch die letzte Kontrollamtsprüfung fest hielt, insgesamt ein
"moderner Kunst- und Ausstellungsmanagementbetrieb" sei.

Der Vorstand legt Wert darauf, in einer Bilanz zum Zeitpunkt der
Übertragung die hervorragende wirtschaftliche Verfassung der
Kunsthalle Wien fest zu stellen. Darüber hinaus wird der Verein
Kunsthalle Wien zukünftig als Freundesverein der Kunsthalle Wien die
neue GmbH unterstützen, um sich für deren künstlerische Autonomie und
wirtschaftliche Professionalität im Sinne der internationalen
Reputation des Hauses einzusetzen. Der Vorstand macht aufmerksam auf
das Mission Statement der Kunsthalle Wien, die das Schaufenster für
internationale und zeitgenössische Kunst ist. Der Vorstand verwahrt
sich auch gegen Versuche, die internationale Position sowie die hohe
künstlerische Qualität der Kunsthalle zum Instrument lokaler
kulturpolitischer Lobbyismen umzufunktionieren. Der Vorstand legt zur
Sicherung der künstlerischen Freiheit des Hauses auch großen Wert auf
die zukünftige Berücksichtigung der derzeit geltenden Politiker- und
Konkurrenzklausel.

Für den Vorstand der Kunsthalle Wien: Mag. Thomas Häusle, Präsident

Rückfragehinweis:

Kunsthalle Wien
   Pressebüro
   KUNSTHALLE wien
   Museumsplatz 1
   A-1070 Wien
   Tel.: +43-1-521 89-1224
   [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KHA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel