- 02.12.2011, 13:14:34
- /
- OTS0165 OTW0165
VP-Praniess-Kastner: Behinderte Menschen sind noch immer Bürger/innen zweiter Klasse!
Es gibt noch viel zu tun für Wiens rot-grüne Stadtregierung
Wien (OTS) - Es sei zwar in den letzten Jahren spürbar etwas bei
der Politik für behinderte Menschen weitergegangen. Zufrieden
zurückblicken könne man jedoch auf keinen Fall, betont die Sprecherin
für Menschen mit Behinderung der ÖVP Wien, Karin Praniess-Kastner
anlässlich des morgigen "internationalen Tages der behinderten
Menschen". Die seit einem Jahr amtierende rot-grüne Wiener
Stadtregierung habe noch viel Arbeit vor sich.
Für Praniess-Kastner besonders wichtig ist die "Umsetzung der
UN-Behindertenrechtskonvention in allen Bereichen, von Gesundheit,
über Wohnen und Bildung bis hin zum Arbeitsmarkt." So sei es etwa
höchst an der Zeit, dass die Stadt Wien anstatt der 700 Posten im
Rahmen der "Sonderaktion für Menschen mit besonderen Bedürfnissen"
den Betroffenen endlich reguläre Dienstposten anbietet. "Ich bin auch
nicht glücklich mit der Bezeichnung "Sonderaktion" und dem Hinweis
auf "besondere Bedürfnisse", als würden behinderte Menschen an die
Gesellschaft Sonderwünsche stellen. Sie wollen selbstbestimmt hier
leben können. Das ist nichts Besonderes - im Gegenteil, es ist ihr
gutes Recht!"
Inklusion passiert nicht "automatisch" - sie muss politisch
forciert werden
Auch den Ausbau der Persönlichen Assistenz für Menschen mit
Sinnesbehinderung und Menschen mit Lernschwierigkeiten müsse man
endlich vorantreiben. "Ich finde es schade, dass hier die
Regierungsbeteiligung der Grünen bis dato keine positive Trendwende
ermöglicht hat und daher der ÖVP-Beschlussantrag in der letzten
Budgetdebatte erneut rigoros abgelehnt worden ist", erklärt die
VP-Bereichssprecherin.
Ebenso vermisse sie ein Bekenntnis des SPÖ-Bildungsstadtrates zur
Inklusion im Schulwesen. "Wir haben in Wien noch immer große
Schwierigkeiten ausreichende Mittel für die Schulassistenz zu
bekommen, damit Kinder mit Behinderung in Regelschulklassen ihre
Ausbildung machen können", ärgert sich Praniess-Kastner. Teilweise
muss sogar Jahr für Jahr auf private Spenden zurückgegriffen werden.
"Hier gehört endlich auch die Kompetenz zwischen Bildungs- und
Sozialressort ordentlich geregelt, denn die Eltern haben es satt,
ständig auf Gelder aus Charity-Aktionen angewiesen zu sein und vom
Stadtratsbüro im Kreis geschickt zu werden, wenn sie für ihre Kinder
einen integrativen Kindergarten- oder Schulplatz benötigen", so
Praniess-Kastner abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (+43-1) 4000 /81 913
mailto: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPR






