- 02.12.2011, 12:54:18
- /
- OTS0152 OTW0152
PVÖ-Edlinger: Auch beim Schuldenabbau gerechte Lastenverteilung unumgänglich!
Wien (OTS/SPW) - "Auch die jüngst bekannt gewordenen Fakten über
den zweistelligen, ja geradezu exorbitanten Anstieg der
Managergehälter großer Firmen selbst während der Finanz- und
Wirtschaftskrise unterstreichen einmal mehr, dass eine Beteiligung
besonders wohlhabender Bevölkerungskreise am Schuldenabbau nicht nur
moralisch gerechtfertigt ist, sondern letztlich unumgänglich sein
wird", stellte Freitag der Vorsitzende des Wiener
Pensionistenverbandes (PVÖ Wien), Bundesminister a. D. Rudolf
Edlinger fest.****
Es könne jedenfalls nicht sein, dass wiederum jene, die ohnehin zu
den finanziell Schwächeren zählten, so wie in den letzten drei Jahren
allein die Last für die durch die Finanz- und Wirtschaftskrise
ausgelösten stark gestiegenen Schulden tragen müssten und die
Verursacher wie gleichzeitig Profiteure der Entwicklung sich aus
ihrer Verantwortung stehlen könnten, betonte der
Pensionistenvertreter weiter. Edlinger: "Gerechtigkeit in
Zusammenhang mit dem Schuldenabbau ist mehr denn je nötig. Wer sich
gegen zusätzliche Einnahmen des Staates u.a. auch durch eine
gerechtere Besteuerung von Vermögen oder eine Anhebung des
Steuersatzes für die Bezieher besonders hoher Einkommen sträubt,
gefährdet einen wirksamen Schuldenabbau, handelt in höchstem Maß
unsozial und gefährdet dadurch letztlich den Zusammenhalt der
Gesellschaft. Die finanziell nicht gerade auf Rosen gebetteten
EinkommensbezieherInnen, darunter die Mehrzahl der PensionistInnen,
haben es satt, ständig unter dem Damoklesschwert der Kürzungen von
weiteren Leistungen ihr Auskommen finden zu müssen, während sich die
konservativen, sich der neoliberalen Wirtschaftsideologie
verpflichtend fühlenden Parteien als Schutzpatrone der Krisengewinner
und Spekulanten gerieren", betonte Edlinger.
Erfreut zeigt sich Edlinger über "die sich laufend mehrenden
zustimmenden Meinungen von ÖVP-PolitikerInnen über die Notwendigkeit
der Beteiligung auch von Reichen am Schuldenabbau und der damit
verbundenen Sanierung des Staatshaushaltes. "Nach nahezu allen
namhaften Wirtschafts- und FinanzexpertInnen, die meinen, dass ohne
zusätzliche Einnahmen für den Staatshaushalt ein dauerhafter
Schuldenabbau kaum möglich sein würde, dämmere es nun auch immer mehr
ÖVP-PolitikerInnen, dass es im Zuge des nötigen Schuldenabbaus zu
keiner weiteren Vertiefung der Kluft zwischen den finanziell
Schwächeren und der besonders Wohlhabenden und damit zu sozialen
Verwerfungen kommen darf. Eine gerechte Lastenverteilung beim
Schuldenabbau ist daher unumgänglich", schloss Edlinger. (Schluss)
Rückfragehinweis:
Pensionistenverband Wien
Telefon: (01) 319 40 12
Email: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DSW






