• 02.12.2011, 12:30:37
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VP-Leeb: Stadt Wien in Geiselhaft des Gerald Matt Freundesvereins

Wien (OTS) - Gerald Matt hat es mit Hilfe seiner Freunde im
Vorstand der Kunsthalle geschafft offenbar einen Privilegienvertrag
zu erhalten, der ihm bis an sein Lebensende die Aufzahlung seiner
Pension auf 80% seiner aktiven Bezüge garantiert. Die Stadt Wien
verpflichtet sich durch eine Überleitungsverpflichtung praktisch als
Rechtsnachfolger der bisherigen Kunsthalle zur Übernahme der
vertraglichen Verpflichtungen. Damit natürlich auch jenen die
gegenüber Gerald Matt existieren.

"Damit ist klar, dass es kaum zu einer wirklich befriedigenden Lösung
kommen kann. Entweder Matt ist nach den drei Monaten wieder als
Kunsthallendirektor im Amt, oder die Stadt muss ihm viel Geld
nachwerfen indem sie ihn auszahlt. Gerald Matt hat die Stadt also
praktisch in Geiselhaft", so ÖVP Wien Kultursprecherin, LAbg.
Isabella Leeb. Dass eine weitere unabhängige Untersuchung der
Malversationen rund um den Kunsthallenverein und Gerald Matt durch
die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat der neu zu gründenden
Kunsthallen Ges.m.b.H. durchgeführt werden soll, bedeutet lediglich,
dass sich Kulturstadtrat Mailath-Pokorny neuerlich aus der
politischen Verantwortung stehlen will.

"Zuerst zeigt er keine Initiative die Angelegenheit aufklären zu
wollen, um viel zu spät eine Lösung zu präsentieren die rechtlich
zweifelhaft und mehr als unbefriedigend ist. Es bleibt abzuwarten ob
die dreimonatige Absenz Gerald Matts nicht nur als Beruhigungspille
für den Koalitionspartner herhalten muss um diesem die Zustimmung für
weitere Subventionsflüsse, die in naher Zukunft anstehen, abzuringen
und zwar halbwegs gesichtswahrend", so Leeb weiter.
Als fragwürdig stellt sich auch heraus, dass Personen, die bereits
bisher im Vereinsvorstand des Vereins Kunsthalle nicht unwesentlich
das Sagen hatten und nicht unmaßgeblich am Desaster beteiligt waren,
sich nun im Aufsichtsrat der Kunsthallen GesmbH wiederfinden.

"Transparenz und Neubeginn sehen anders aus, Herr Kulturstadtrat -
und die werden wir weiterhin mit allen uns zu Gebote stehenden
Mitteln einfordern! Im Sinne der Steuerzahler die dieses unwürdige
Schauspiel seit Jahren großzügig finanzieren dürfen und im Sinne des
Kulturstandortes Wien, dem gerade durch Ihre monatelange Untätigkeit
bereits weit über die Grenzen hinaus massiver Schaden entstanden
ist", so Leeb abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (+43-1) 4000 /81 913
mailto: [email protected]

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