• 02.12.2011, 11:57:22
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ESF-Innovationsaward 2011: Hundstorfer zeichnete innovative Beschäftigungs- und Bildungsprojekte für Jugendliche aus

Preis geht an ein Projekt aus Vorarlberg

Wien (OTS/BMASK) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer hat heute im
Wiener Ringturm den "ESF Innovationsaward 2011" vergeben.
Ausgezeichnet wurden innovative Beschäftigungs- und Bildungsprojekte
für Jugendliche, die aus nationalen und aus Mitteln des Europäischen
Sozialfonds (ESF) ermöglicht werden. Mehr als 30 ESF-Jugendprojekte
aus ganz Österreich haben an der Ausschreibung teilgenommen. Eine
unabhängige Jury wählte die besten fünf aus und diese stellten sich
im November einem Online-Publikumsvoting. Rund 10.000 Votes wurden
abgegeben.****

ESF Innovationsaward 2011 geht an ein Projekt aus Vorarlberg

Das Online-Publikumsvoting wählte Job ahoi & albatros aus
Vorarlberg zum Siegerprojekt. Job ahoi & albatros ist ein
Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekt für Jugendliche in
Dornbirn. Hier erhalten junge Menschen, die längere Zeit nicht
erwerbstätig waren, Lehre oder Schule abgebrochen haben, eine
Beschäftigung in der Boots- und Designwerkstatt. Der zweite Platz
ging an m.o.v.e on, ein Projekt zur Berufsorientierung und
Ausbildungsberatung für Jugendliche der 8. Schulstufe sowie der
Polytechnischen Schulen in Wien. Den dritten Platz belegte
heidenspass plus, ein Arbeitsprojekt für Jugendliche in schwierigen
Lebenssituationen. Das Vorarlberger Siegerprojekt erhielt nicht nur
die begehrte ESF-Innovationstrophäe - gestaltet von gabarage
upcycling design -, sondern auch einen Scheck über 3.500 Euro. Das
zweit- und drittgereihte Projekt wird jeweils mit 1.000 bzw. 500 Euro
ausgezeichnet.

Hundstorfer: Mehr Förderung für Jugendliche

Die weltweite Konjunkturabschwächung macht sich aktuell auch am
österreichischen Arbeitsmarkt bemerkbar. Die Jugendarbeitslosigkeit
ist im November wieder stärker angestiegen (+5,3 Prozent). Fast die
Hälfte der arbeitslosen Jugendlichen hat maximal eine Pflichtschule
als höchste abgeschlossene Ausbildung. Es sei daher wichtig, in
diesem Bereich weiterhin zielgerichtet vorzugehen. "Deshalb starten
wir im kommenden Jahr das Jugendcoaching, wodurch den Jugendlichen
eine bessere Orientierung und Unterstützung geboten werden soll,
welchen beruflichen oder schulischen Weg sie nach der Pflichtschule
einschlagen können", so Hundstorfer. Gerade beim Übergang von Schule
in den Beruf wollen und müssen wir junge Menschen aktiv
unterstützen", so der Sozialminister. Hier leisten die innovativen
Beschäftigungs- und Bildungsprojekte für Jugendliche - kofinanziert
aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) - eine hervorragende
Arbeit", so Minister Hundstorfer. Außerdem werde er sich für eine
europäische Ausbildungs- und Beschäftigungsgarantie für Jugendliche
nach österreichischem Vorbild beim Rat für Beschäftigung und Soziales
in Brüssel einsetzen.

ESF-Innovationsaward 2011: Die fünf bestgereihten Projekte

Projekt: Bazar der Utopien
Für SchülerInnen der 8. und 9,. Schulstufe

Bazar der Utopien ging der Frage nach, "Welche Wünsche und Ängste
haben Schüler/innen für ihre Zukunft?". Die mehr als 340 beteiligten
SchülerInnen produzierten einen Film, initiierten ein verstecktes
Theater, bauten einen Holzkubus, in dem ihre Wünsche, Träume und
Ängste zu hören waren, bauten eine Mediasäule, an der man alle
Interviews mit den Jugendlichen ansehen konnte. Der Event "Bazar der
Utopien" fand im Mai 2011 in einem großen Einkaufszentrum statt. Dort
machten sie Besucher/innen und einkaufende Erwachsene auf ihre
Zukunftsvorstellungen aufmerksam.
Projektträger: Beschäftigungspakt Obersteiermark West
Fördergeber: ESF, BMASK, AMS, Land Steiermark, STEBEP
Laufzeit: März 2010 bis Mai 2011.

Projekt: heidenspass plus
Arbeitsprojekt für Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen
heidenspass arbeitet seit einigen Jahren erfolgreich in der
Jugendarbeit. Die Jugend-lichen kommen freiwillig, bezahlt wird jede
Arbeitsstunde sofort, Fehlzeiten bleiben sanktionslos, aber
unbezahlt. Das Arbeitsangebot ist attraktiv: Produkte aus
Recyclingmaterial werden hergestellt und erfolgreich verkauft.
Jugendliche können nach dem Einstieg in das Projekt heidenspass plus
wechseln. Dort müssen sie verbindlich erscheinen, ein
Teilzeitbeschäftigungsverhältnis eingehen und mit der
Sozialarbeiterin ihre berufliche Perspektive entwickeln. Die
Jugendlichen werden in verschiedene Geschäftsbereiche eingebunden,
wie Verkauf, Büro und Marketing. heidenspass plus wurde auch sehr gut
von muslimischen Migrantinnen angenommen.

Projektträger: Verein Fensterplatz - Initiative für Arbeitsuchende
Fördergeber: ESF, Land Steiermark
Laufzeit: Jänner 2008 bis Dezember 2009

Projekt: Job Ahoi & Albatros
Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekte für Jugendliche

Job Ahoi erreicht Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren. Die
Zielgruppe sind junge Menschen, die längere Zeit nicht erwerbstätig
waren und die Lehre oder Schule abgebrochen haben. Die Aufnahme ist
für die Jugendlichen kostenlos und jederzeit möglich. Abbrüche und
Wiederzulassungen werden akzeptiert. Die Jugendlichen renovieren in
der Bootswerkstatt alte Holzboote unter Anleitung gelernter
Bootsbauer. In der Designwerkstatt setzen sie Entwürfe von
Designerinnen und Designern um. Die Auszahlung der geleisteten Arbeit
erfolgt bei Job Ahoi wöchentlich. Das System basiert auf dem Motto:
Sofort arbeiten - sofort Geld verdienen.
Projektträger: Offene Jugendarbeit Dornbirn
Fördergeber: ESF, BMWFJ, Interreg IV, Land Vorarlberg, Stadt
Dornbirn, AMS, Hit Stiftung
Laufzeit: seit November 2008

Projekt m.o.v.e. on, Wien
Berufsorientierung und Ausbildungsberatung für Jugendliche der 8.
Schulstufe sowie der Polytechnischen Schulen

Das Angebot umfasst Einzelberatung, Workshops in Kleingruppen,
Exkursionen und Elternberatung. Für jede Schule sind zwei
Beraterinnen zuständig und vor Ort tätig. Die Beratung findet während
der Unterrichtszeit statt. Die Beratung in der Schule ermöglicht
einen niederschwelligen Zugang, und für die SchülerInnen einen
unbürokratischen, zeitsparenden Zugang zur Bildungs- und
Berufsberatung. Insbesondere Jugendliche, die wenig Eigeninitiative
ergreifen, können dadurch besser erreicht werden. Zur Sicherung der
Nachhaltigkeit wird das im Projekt erworbene Know How den Schulen
zugänglich gemacht. Das ganzheitliche Konzept ermöglicht eine gute
Zusammenarbeit zwischen SchülerInnen, Eltern, Lehrkräften,
BeraterInnen und externen Einrichtungen.
Projektträger: Projekt Integrationshaus gem. GmbH
Fördergeber: ESF, BMASK, WAFF
Laufzeit: September 2010 bis Dezember 2011

Projekt: ProViel. Kompetenznetzwerk: Lehre
Interkulturelles Kompetenzentwicklungsprogramm für Unternehmen, die
Lehrlinge mit Migrationshintergrund ausbilden.

Das Projekt versteht sich als Impulsgeber für die Förderung
interkultureller Kompetenz in Unternehmen, die verstärkt Lehrlinge
mit Migrationshintergrund ausbilden (werden). Die Maßnahmen setzen
parallel bei Ausbildnerinnen und Ausbildnern, zugewanderten sowie
ansässigen Lehrlingen an. Das Modell des Peer-Lernens ethnisch
gemischter Zweierteams schafft ein konstruktives Miteinander.
Innovative Übungen, wie z.B. Sumo-Ringen, fördern interkulturelle
Kompetenz. Alle Tandems je Unternehmen arbeiten gemeinsam an einem
Projekt, das Fachkompetenz mit interkulturellen Fähigkeiten
verbindet. Ziel ist, das neue interkulturelle Miteinander für die
Gesamtbelegschaft sichtbar zu machen.
Projektträger: VFQ Gesellschaft für Frauen und Qualifikation mbH,
Linz & FAB Reno, Wels
Fördergeber: ESF, Land OÖ
Laufzeit: Jänner 2010 bis Dezember 2011

Über den Europäischen Sozialfonds (ESF)

Der Europäische Sozialfonds ist ein wichtiges Förderinstrument
der EU, das den Mitgliedstaaten dabei hilft, Armut zu bekämpfen und
soziale Eingliederung zu fördern. Für die Umsetzung des ESF in
Österreich ist das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und
Konsumentenschutz(BMASK) federführend verantwortlich. Mehr über den
ESF in Österreich und seine Projekte erfahren Sie auf der Website:
www.esf.at.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Mag. Norbert Schnurrer, Pressesprecher des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2246
www.bmask.gv.at

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