OTS0095   2. Dez. 2011, 11:24

Österreichs Druckereien kämpfen um die Erhaltung des Druckstandorts


Österreichs Druckbranche wird durch antiquierten
Kollektivvertrag benachteiligt - Verband Druck & Medientechnik kämpft
um ein zeitgemäßes, schlankes Rahmenrecht -- Verband Druck &
Medientechnik lädt zu Verhandlungen - Appell an Einkäufer: Gedrucktes
aus Österreich hat Wert.

Österreichs Druckbranche wird durch antiquierten Kollektivvertrag
benachteiligt

Die Druckbranche befindet sich europaweit in einer strukturellen
Krise. Österreichs Drucker kämpfen zusätzlich noch mit überholten
Strukturen in einem antiken Kollektivvertrag. Im ersten Halbjahr 2011
ist der Umsatz der österreichischen Druckereien um fast drei Prozent
zurückgegangen.

Kunden weichen aufgrund des hohen Preisniveaus in Österreich ins
Ausland aus. Diese Entwicklung gefährdet die Arbeitsplätze in der
österreichischen Druckbranche. Ebenso werden Druckdienstleistungen
zunehmend in anderen Branchenbereichen (Werbeagenturen,
papierverarbeitende Industrie) wesentlich kostengünstiger angeboten.

Verband Druck & Medientechnik kämpft um ein zeitgemäßes, schlankes
Rahmenrecht

Der Verband Druck & Medientechnik verhandelte bereits seit März
2011 mit der Gewerkschaft GPA-djp mit dem Ziel, ein zeitgemäßes,
schlankes Rahmenrecht für die Druckbranche zu schaffen, das
langfristig Arbeitsplätze in Östereich sichert. Da bisher nicht
einmal ein Minimalkonsens möglich war, hat der Verband Ende September
die grafischen Kollektivverträge gekündigt und die Gewerkschaft
erneut zu Verhandlungen aufgerufen.

Ein Ultimatum der Gewerkschaft, die Kündigung zu widerrufen, wurde
vom Hauptvorstand des Verbandes am 1. Dezember 2011 zurückgewiesen.
Die Gewerkschaft hatte zudem eine Forderung nach Erhöhung der Löhne
und Gehälter um 5,4 % gestellt.

Der Verband hielt ausdrücklich fest, an einem aufrechten
Kollektivvertrag interessiert zu sein. Die Schaffung eines modernen
und zeitgemäßen Kollektivvertrags, der den Erfordernissen der
wirtschaftlichen Realität Rechnung trägt, hat für den Verband Druck &
Medientechnik nach wie vor höchste Priorität.

Der Verband Druck & Medientechnik hat die gpa-djp zur Aufnahme von
Kollektivvertrags-Gesprächen eingeladen, die als Ziel eine
strukturell und substanziell kostendämpfende Auswirkung haben sollen.
Die Kollektivverträge gelten noch bis zum 31. März 2012; bis dahin
ist Zeit für Verhandlungen.

Die Zeitungsdrucker sind von der aktuellen Verhandlung diesmal
nicht betroffen - sie haben einen unbefristet gültigen
Kollektivvertrag, der mindestens bis Ende 2013 Gültigkeit hat.
Print bringt's - Gedrucktes aus Österreich hat seinen Wert
Der Verband Druck & Medientechnik appelliert gleichzeitig an
Einkäufer in Österreich: Anstatt für vermeintlich niedrigere Preise
lange energieintensive Transporte, die Herstellung der Druckwerke in
bedenklichen sozialen Umfeldbedingungen und mit Papier aus
zweifelhaften Quellen - z. B. Regenwaldraubbau - auf sich zu nehmen,
sollte lieber vermehrt auf Gedrucktes aus Österreich geachtet werden.
Auch im Bereich der Nachhaltigkeit hat die österreichische
Druckbranche die Nase vorn. Österreichs Drucker sind Vorreiter bei
der Vermeidung von Emissionen und bei der Verwendung von Papier, das
aus nachhaltiger Forstwirtschaft gewonnen wird. Die kurzen
Transportwege direkt im Land sorgen zusätzlich für die Vermeidung von
unnötigen Treibhausgas-Emissionen.

Hintergrundinformationen zum grafischen Kollektivvertrag
www.druckmedien.at/de/presse/presseberichte/

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0095 2011-12-02 11:24 021124 Dez 11 VDM0001 0455



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Mag. Christian Handler
Tel.: +43 / 01 / 512 66 09
verband@druckmedien.at
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