- 02.12.2011, 10:59:04
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Lebenshilfe: Realer Lohn statt Taschengeld für Menschen mit Beeinträchtigungen
Lebenshilfe-Tagung über Wege zum inklusiven Arbeitsplatz in Salzburg
Wien (OTS) - Intellektuell beeinträchtige Menschen in Österreich
haben kaum Chancen, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, kritisiert die
Lebenshilfe Österreich anlässlich des bevorstehenden "Internationalen
Tages von Menschen mit Behinderungen" am 3. Dezember. Von 14. bis 15.
Dezember 2011 veranstaltet die Lebenshilfe Österreich in Salzburg
eine Tagung, die zeigt, wie inkusive Arbeitsformen funktionieren.
"Die momentane Beschäftigungssituation von Menschen mit
Beeinträchtigung steht im krassen Gegensatz zur
UN-Behindertenrechtskonvention", erläutert Univ. Prof. Dr. Germain
Weber, Lebenshilfe-Präsident. Dabei steht Menschen mit
Beeinträchtigungen mit dem rechtlich bindenden Völkerrechtsvertrag
bereits seit 2008 ein offener, inklusiver und barrierefrei
zugänglicher Arbeitsmarkt zu.
Geregelte Dienstverhältnisse sind die Ausnahme. Die überwiegende
Mehrheit der rund 50.000 Österreichern und Österreicherinnen mit
intellektuellen Beeinträchtigungen arbeitet in Tages- und
Beschäftigungsstrukturen der Behindertenorganisationen, allerdings
ohne Ansprüche auf Gehalt oder Alterspension. "Menschen mit
Beeinträchtigungen sollen auch für ihre Arbeit in
Behinderteneinrichtungen eine eigene Sozialversicherung und
Arbeitslosenversicherung beziehen, pensionsversichert sein und einen
realen Lohn statt Taschengeld bekommen", fasst Weber die Forderungen
der Lebenshilfe Österreich zusammen.
Darüber hinaus braucht es ein Bündel an Maßnahmen, die Mut zur
Anstellung von beeinträchtigten Menschen machen sollen. Weber nennt
Unterstützungsmaßnahmen direkt am Arbeitsplatz oder finanzielle
Anreize für Unternehmen, denn "Betriebe sollen dafür belohnt werden,
wenn sie auf inklusive Arbeitsplätze setzen", so Weber.
Gemeinsam mit den Sozialpartnern veranstaltet die Lebenshilfe
Österreich unter dem Titel "Wege zur inklusiven Arbeit" am 14. und
15. Dezember 2011 eine Tagung in Salzburg, die zeigt, dass inklusive
Beschäftigungsformen funktionieren. Fachleute referieren über
Best-Practice Beispiele, Betroffene wie Julian Bitschnau berichten
direkt aus der Berufspraxis. "Es ist wichtig, dass auch Menschen mit
Handicap einen inklusiven Arbeitsplatz finden, bei dem sie eine
Arbeit ausüben können, die ihnen Spaß macht, und sie später dann auch
eine Pension bekommen", sagt der Sprecher für die Rechte von Menschen
mit Beeinträchtigungen bei der Lebenshilfe Österreich.
Die Tagung "Wege zur inklusiven Arbeit" der Lebenshilfe Österreich
findet von 14. bis 15. Dezember 2011 im St. Virgil-Bildungshaus in
Salzburg statt. Davor treffen Menschen mit Behinderungen von 12. bis
14. Dezember 2011 zu einem großen Kongress in Salzburg zusammen, um
die Verwirklichung ihrer Rechte weiter voranzutreiben. Informationen
unter www.lebenshilfe.at.
Rückfragehinweis:
Lebenshilfe Österreich
Eva Schrammel
Tel.: 01/812 26 42 - 79 oder 0664/88 43 1996
mailto:[email protected]
www.lebenshilfe.at
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