• 02.12.2011, 10:03:12
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ORF-RSO Wien mit Uraufführung von Wolfgangs Mitterers "out of time"

Wien (OTS) - Drei Konzerte und eine Silvester-Tournee in China
stehen im Dezember auf dem Programm des ORF-RSO Wien: im Musikverein
die Uraufführung von Wolfgangs Mitterers "out of time" (5.12.), im
Wiener Konzerthaus "Charles Chaplin: City Lights" (13.12.) und
"Christmas in Vienna" (17.12., in ORF 2 am 23.12. ab 22.30 Uhr). Von
29. Dezember bis 3. Jänner gastiert das RSO in Shanghai, Chongqing
und Peking.

Die große Orgel im Wiener Musikverein wurde im vergangenen Jahr
renoviert wiedereröffnet, aus diesem Anlass vergab das RSO Wien einen
Kompositionsauftrag für diese Orgel an den Komponisten und Organisten
Wolfgang Mitterer. Die Uraufführung von "out of time" - für
Orchester, Orgel und Electronics findet am 5. Dezember (Beginn: 19.30
Uhr) statt, Solist ist Wolfgang Mitterer. Das Werk ist in insgesamt
60 Abschnitte eingeteilt. Innerhalb jedes Abschnitts ist die
musikalische Textur des "elektronischen" Orchesters und des
Live-Orchesters meist ganz ähnlich, manchmal auch fast
deckungsgleich. "Es kommt das ganze Stück hindurch zu einem
gegenseitigen Spiegeln und Beleuchten der musikalischen Vorgänge", so
Mitterer. "out of time" wird in einem ganz exakten Spielplan
vollzogen. Die 60 Abschnitte des Werkes sind durch ebenso viele
Schnittstellen unterteilt. An jeder dieser Schnittstellen werden für
einen kurzen Moment alle - Orchester, Orgel und Elektronik -
schlagartig wieder exakt zueinanderfinden. Sobald die nächste
elektronische Zuspielung eingeschaltet ist, "geht es dann wieder
auseinander", beschreibt Mitterer, ergeben sich wieder Unschärfen,
gerät eine der Klangeinheiten "out of time". Weiters leitet
RSO-Chefdirigent Cornelius Meister an diesem Abend die 2. Symphonie
von Jean Sibelius. In Ö1 ist der Konzertmitschnitt am 9.12. ab 19.30
Uhr zu hören.

"Charles Chaplin: City Lights" steht am 13. Dezember auf dem
Programm des RSO Wien unter Cornelius Meister. Im Wiener Konzerthaus
(Beginn: 19.30 Uhr) ist Chaplins Stummfilm aus dem Jahr 1931 zu sehen
- das RSO spielt live dazu. 1927 begann die Ära des Tonfilms und bis
Charles Chaplin seinen bereits 1926 begonnen Film "City Lights" 1931
fertigstellen konnte, war der Tonfilm etabliert. Chaplin war sich
bewusst, dass seine Entscheidung, diesen Film als Stummfilm
herauszubringen, eine anachronistische war. Aber er empfand das
damals nicht als Defizit, im Gegenteil. Den Tramp konnte und wollte
er nicht sprechen lassen, es sei die Pantomime, meinte er, aus der
sich das Medium Film ursprünglich speiste. Aber er setzte ganz auf
Musik zum Film und auf den einen oder anderen Geräuscheffekt. Er
unterlegt zu Beginn von "City Lights" die Rede des Bürgermeisters mit
quäkenden Saxofon-Tönen und persifliert so einerseits die Platitüden
typischer Festreden. Zugleich verpasst er damit dem Tonfilm einen
Seitenhieb. Und er legt Wert auf begleitend untermalende Musik und
einige wenige Geräusche, wie den Ton einer Pfeife, die der Tramp
versehentlich verschluckt hat, und das Ertönen des Gongs beim
Boxkampf. Nachdem Charles Chaplin nicht über das musikalische,
geschweige denn kompositorische Handwerk verfügte, das man zum
Schreiben großangelegter Filmmusik braucht, engagierte er Helfer.
Später, ab "Modern Times", war der damals ganz junge und später zum
erfolgreichen Hollywood-Komponisten avancierende David Raksin seine
"helping hand", bei "City Lights" hatte das noch einen etwas
hemdärmeligeren Zug: "Er habe 'lalala' gesungen und Arthur Johnson
habe daraufhin die entsprechenden Noten notiert", berichtet Wolfram
Tichy in seiner Chaplin-Biographie. Wie auch immer die Partitur im
Detail entstanden ist, die Musik hat jedenfalls zur Wirkung und zum
unmittelbaren und weltweiten Erfolg dieses Films wesentlich
beigetragen. Der Mitschnitt wird in Ö1 am 3. Jänner um 10.05 Uhr
gesendet.

Die Weihnachtszeit spiegelt sich auch im Programm des RSO Wien:
Bei "Christmas in Vienna" am 17. Dezember (Beginn: 19.30 Uhr) singen
wieder internationale und nationale Opernstars wie Angela Denoke,
Liliana Nikiteanu, Paul Armin Edelmann und Ramón Vargas - Dirigent:
Sascha Goetzel - im festlich geschmückten Wiener Konzerthaus. In ORF
2 ist das Konzert am 23. Dezember ab 22.30 Uhr zu sehen.

Zum Abschluss des Jahres gastiert das RSO Wien von 29. Dezember
bis 3. Jänner mit einer Silvestertournee in China: Bei Konzerten in
Shanghai, Chongqing und Peking dirigiert Ariel Zuckermann Werke von
Mozart, Schubert, Strauß, Schwertsik, Korngold, Beethoven u.a.
Details zum Konzertprogramm des RSO Wien sind abrufbar unter
http://rso.orf.at.(ih)

Rückfragehinweis:
ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit
Isabella Henke
Tel.: (01) 501 01/18050
mailto:[email protected]

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