- 02.12.2011, 08:52:18
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Jahrestagung des Umweltdachverbandes: Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung nach 2013 - Chancen für Natur und Umwelt
- Jahrestagung des UWD zeigt Wege für eine ökologisch erfolgreiche Landwirtschaft auf
Wien (OTS) - Verbesserungsvorschläge für die zukünftige Gemeinsame
Agrarpolitik (GAP)
-Positionspapier des Umweltdachverbandes zur Ländlichen Entwicklung
Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) steht derzeit vor großen
Herausforderungen: Politische Entscheidungen in den nächsten Monaten
werden richtungweisend für die GAP nach 2013 sein, wovon auch die
heimische Land- und Forstwirtschaft massiv betroffen sein wird. Der
Umweltdachverband rückt in seiner Jahrestagung am 2. Dezember 2011 im
Raiffeisen Forum in Wien daher topaktuell das Thema "Landwirtschaft
und Ländliche Entwicklung nach 2013: Chancen für Natur und Umwelt" in
den Fokus. Neben versierten Experten des Lebensministeriums, der BOKU
Wien, der Uni Innsbruck und der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope
Reckenholz-Tänikon, die über Ökologisierung und
Betriebswirtschaftlichkeit referieren, spricht Klaus-Dieter
Borchardt, Vertreter der GD Landwirtschaft der EU-Kommission, über
die vorliegenden Gesetzesvorschläge zur Zukunft der Agrarpolitik.
"Unsere Tagung soll zeigen, dass ökologische Landwirtschaft und
betriebswirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können und dass
eine starke Ökologisierung der GAP unbedingt notwendig ist, um gerade
in Zeiten knapper Budgets die Mittel auch künftig rechtfertigen zu
können", so Michael Proschek Hauptmann, Geschäftsführer des
Umweltdachverbandes.
Zielgerichtete Ökologisierung der GAP gefordert
Die Vorschläge zur GAP hätten das Potenzial, ein zentrales Instrument
zu sein, um Europa als Vorreiter bei der Umsetzung einer nachhaltigen
Land- und Forstwirtschaft zu positionieren und gleichzeitig aktuellen
Herausforderungen im Umweltbereich, wie Biodiversitätsverlust und
Klimawandel, zu begegnen. Aus Sicht des Umweltdachverbandes müssen
wesentliche Aspekte in den Reformvorschlägen nachgeschärft werden.
Die avisierten Ökologisierungsmaßnahmen in beiden Säulen der GAP
müssen ausgebaut und in allen EU-Mitgliedstaaten korrekt umgesetzt,
ausreichend finanziert und kontrolliert werden. "Die Umsetzung von
mindestens 10 % ökologischen Ausgleichflächen auf allen Betrieben
wäre absolut notwendig. Die Einführung dieser ökologischen
Ausgleichsflächen ist essenziell, da diese zentral für den Erhalt der
biologischen Vielfalt und den Landschaftsschutz sind. Auch bei den
Auflagen in Sachen Fruchtfolge ist unbedingt nachzuschärfen, wenn man
auf der Fläche auch tatsächlich Ergebnisse sehen möchte. Außerdem
muss garantiert werden, dass in der 2. Säule der GAP, der Ländlichen
Entwicklung, genug Budget für Umweltbelange festgelegt und auch als
solches gekennzeichnet wird. LandwirtInnen, die Natura 2000 sachgemäß
umsetzen, muss dies in Zukunft auch abgegolten werden", so
Proschek-Hauptmann.
Nachhaltige Entwicklung des Ländlichen Raumes ist zentral
Ein zentraler Aspekt der künftigen GAP und der Ländlichen Entwicklung
in Österreich ist ihr Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung des
Ländlichen Raumes. "Die Lebensqualität im Ländlichen Raum und die
Erhaltung unserer natürlichen Ressourcen für unsere Nachwelt sind
daher zentrale Eckpfeiler auf denen diese Politiken gebaut sein
müssen", betont Proschek-Hauptmann. Aus Sicht des Umweltdachverbandes
sind daher u.a. folgende Ziele anzustreben: Die Verbesserung von
Biodiversität, die Nachhaltigkeit der Ressourcennutzung - v.a. auch
im Umgang mit Wasserressourcen und Boden -, die Erhöhung eines
Beitrags zum Klimaschutz und das gesellschaftliche Verständnis für
öffentliche Güter und öffentliche Leistungen muss erhöht werden.
Essenziell ist zudem die Erhaltung eines nachhaltig belebten
Ländlichen Raums. Der Umweltdachverband hat zur Ländlichen
Entwicklung nach 2013 ein Positionspapier mit den wichtigsten
Forderungen erarbeitet, das gestern in der Vollversammlung des UWD
beschlossen wurde.
Rückfragehinweis:
Umweltdachverband Dr.in Sylvia Steinbauer Öffentlichkeitsarbeit Tel.: (++43-1)40113/21 mailto:[email protected] http://www.umweltdachverband.at
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