- 01.12.2011, 14:44:16
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Huainigg appelliert an Agrarreferenten der Länder: Landwirtschaftliche Schulen für behinderte Jugendliche öffnen!
Positive Erfahrungen mit Schulversuchen für Regelschulwesen nutzen
Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Als ÖVP-Sprecher für Menschen mit
Behinderungen ist es mir ein wichtiges Anliegen, dass jedes
behinderte Kind eine Ausbildung erhält, die ihm gute Chancen am
Arbeitsmarkt eröffnet. Die Erfahrungen mit der Integrativen
Berufsausbildung sind sehr positiv. Seit ihrer Einführung 2004 wurden
nunmehr fast 6.000 Lehrverträge mit einer Teilqualifizierung oder
einer Verlängerung der Lehrzeit abgeschlossen. Diese Möglichkeit soll
neben den Berufschulen nun auch für berufsbildende mittlere Schulen
ausgebaut werden - landwirtschaftliche Schulen können hier eine
Vorreiterrolle einnehmen", sagt Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg heute,
Donnerstag.
Er fordert anlässlich der morgen stattfindenden
Landesagrarreferentenkonferenz, bei der auch die Weichen für das
landwirtschaftliche Schulwesen neu gestellt werden, die Öffnung
dieser Schulen für behinderte Schülerinnen und Schüler. "Schon bisher
wurde Integration an vielen landwirtschaftlichen Schulen in
Schulversuchen erprobt und ist gängige Praxis. Landwirtschaftliche
Schulen eignen sich sehr gut für die Integration behinderter
Schülerinnen und Schüler, da sie eine praxisnahe Ausbildung bieten
und die Jugendlichen danach gute Berufsaussichten in
landwirtschaftlichen Betrieben haben", erklärt Huainigg, der sich in
einem Schreiben mit SPÖ-Behindertensprecherin Ulrike
Königsberger-Ludwig an alle Landesagrarreferenten und
Bildungsreferenten gewendet und auf die Notwendigkeit der Öffnung der
Landwirtschaftsschulen hingewiesen hat.
"Dabei kamen durchaus positive Reaktionen: Das Bundesland Tirol etwa
sieht sich als Vorreiter und führt schon seit 2001 Schulversuche
durch. Auch in Vorarlberg und anderen Bundesländern wird Integration
bereits gelebt, und entsprechende gesetzliche Regelungen auf
Landesebene wurden geschaffen. Nun geht es um die Öffnung dieses
Schultyps und ein gemeinsames, Bundesländer übergreifendes Vorgehen",
appelliert Huainigg an die Agrarreferenten der Länder.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at
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