OTS0191   1. Dez. 2011, 11:56

Spindelegger: "Wesentliche Stärkung des österreichischen Profils im UNO-Menschenrechtsrat"

Erfolgreicher Abschluss des von Österreich ko-finanzierten Minderheitenforums in Genf


Gestern ging die vierte Ausgabe des von Österreich
initiierten und ko-finanzierten Minderheitenforums des
UNO-Menschenrechtsrates erfolgreich zu Ende. Das jährlich
stattfindende Forum widmete sich in diesem Jahr speziell dem Thema
"Frauen und Minderheiten". Dabei standen die Teilnahme am politischen
und wirtschaftlichen Leben, die wichtige Rolle von Schulbildung für
weibliche Angehörige von Minderheiten sowie das Thema der Gewalt
gegen Frauen, die Minderheiten angehören, im Vordergrund. "Gerade
Frauen, die einer Minderheit angehören, sind oft einem besonders
großen Risiko ausgesetzt, von Gewalt betroffen zu sein. Es ist daher
unsere Aufgabe sowohl auf nationaler als auch auf internationaler
Ebene darauf aufmerksam zu machen und ein deutliches Zeichen dagegen
zu setzen", so Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger.

Neben diesen Themen stand auch das im kommenden Jahr stattfindende
20-jährige Jubiläum der UNO-Deklaration zum Schutz von Minderheiten
im Zentrum der Diskussionen. Für Spindelegger bietet dieses Jubiläum
eine gute Möglichkeit, die internationale Aufmerksamkeit für den
Schutz von Minderheiten zu erhöhen. "Österreich wird sich dabei aktiv
einbringen. Auf den weltweiten Schutz von religiösen Minderheiten
muss dabei besonderes Augenmerk gelegt werden", betonte Spindelegger.

Insgesamt nahmen über 500 Personen am Minderheitenforum teil,
darunter eine große Anzahl direkt betroffener Frauen. Durch die
österreichische Unterstützung des Forums konnte vor allem die
Teilnahme von weiblichen Minderheitenangehörigen aus
Entwicklungsländern ermöglicht werden. "Dies ist ein weiterer Beitrag
Österreichs zum multilateralen System und unterstreicht unser
besonderes Engagement im UNO-Menschenrechtsrat zum Schutz von
Minderheiten", so Spindelegger. Als Ergebnis des Treffens wurde eine
Vielzahl an Empfehlungen sowohl an Staaten als auch an die UNO
formuliert, wie die Situation dieser besonders bedrohten Gruppe von
Frauen verbessert werden kann.

Der Schutz von ethnischen, religiösen und sprachlichen
Minderheiten stellt einen Schwerpunkt der österreichischen Arbeit als
Mitglied im UNO-Menschenrechtsrat dar. Das im Jahr 2007 von
Österreich ins Leben gerufene Minderheitenforum ist dabei ein
wesentliches Element des österreichischen Arbeitsprogramms in diesem
Bereich. Bisher fanden drei Treffen dieser Art zu den Themen Bildung,
politische Teilhabe sowie zur besseren Einbindung von Minderheiten in
das wirtschaftliche Leben statt.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0191 2011-12-01 11:56 011156 Dez 11 MAA0002 0356



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