LH Dörfler: AK-Resolution zur Kinderbetreuung ist klar zurück zu weisen
AK soll sich für flexiblere und familienfreundlichere Arbeitszeiten einsetzen, statt Ausdehnung der Öffnungszeiten in Kinderbetreuungseinrichtung zu fordern
Klagenfurt (OTS/LPD) - Mit großem Unverständnis und Verwunderung
reagiert heute, Donnerstag, Familien- und Kindergartenreferent
Landeshauptmann Gerhard Dörfler auf die im Rahmen der Vollversammlung
der Arbeiterkammer beschlossene Resolution zur Kinderbetreuung, in
der die AK u. a. Öffnungszeiten für Kinderbetreuungseinrichtungen von
wöchentlich 45 Stunden, davon an mindestens vier Tagen 9,5 Stunden,
fordert. "Mit dieser Forderung beweist die AK zum wiederholten Male,
dass sie nicht die Interessen der Arbeiternehmer vertritt, sondern
ausschließlich jene der Wirtschaft. Statt von Kindergärten eine
Ausweitung der Öffnungszeiten zu verlangen, sollte sich die AK für
familienfreundlichere Arbeitszeiten stark machen. Wenn man die
Öffnungszeiten für Kindergärten, die jetzt schon sehr gut sind, noch
weiter ausweitet, öffnet man die Hintertüre für Dienstgeber, von
ihren Mitarbeitern noch familienunfreundlichere Dienstzeiten zu
verlangen", so der Landeshauptmann.
Diese Forderung der AK gehe klar zu Lasten von Familien und
bringe Dienstnehmer, vor allem Frauen, mit familienunwürdigen
Dienstzeiten unter Druck. "Unter diesem Druck der Arbeitszeitspirale
leiden dann primär Frauen, die quasi als billige Arbeitskräfte der
Wirtschaft uneingeschränkt zur Verfügung stehen würden", stellt
Dörfler fest. "Die AK soll endlich ihre Hausausgaben im Sinne der
Arbeitnehmer machen. Anstatt rund um die Uhr Billigarbeitskräfte zu
forcieren, für die letztendlich die Kinder büßen, soll sich die AK
für faire Arbeitszeiten einsetzen", so Dörfler.
Als Angriff gegen die derzeit beschäftigten
Kindergartenpädagoginnen könne die AK-Pauschalforderung gewertet
werden, dass nur ein Universitätsabschluss Qualität garantiert. "Mit
dieser Pauschalforderung spricht die AK allen 2.600 Kärntner
Kindergartenpädagoginnen ihre ausgezeichneten Fähigkeiten und höchste
Betreuungsqualität ab und deklassiert sie als unzureichend
ausgebildet. Dies ist eine Unterstellung, die klar zurück zu weisen
ist", stellt Dörfler klar. Ein Hochschulabschluss sei kein Garant für
Herzlichkeit, Menschlichkeit und einen sorgsamen Umgang mit Kindern,
dies würden die tausenden Kindergartenpädagoginnen in Kärnten täglich
unter Beweis stellen. "Diese Resolution ist eine klare Bestätigung,
dass die AK schon vor langem aufgehört hat, eine Vertretung der
Arbeitnehmer zu sein. Sie spielt nur mehr den Erfüllungsgehilfen für
die Wirtschaft und Großbetriebe", so der Landeshauptmann.
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