• 01.12.2011, 09:38:58
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ÖBB: Stark im Winter - fit für Eis und Schnee

Winterdienst ist Teamarbeit. Gute Vorbereitung und Teamgeist sorgen für die Sicherheit der Kunden.

Wien (OTS) - Der nächste Winter kommt bestimmt - und bereits für
die nächsten Tage ist Schneefall vorausgesagt, wenn auch vorerst
"nur" in höheren Lagen. Die ÖBB sind jedenfalls bestens darauf
vorbereitet. Denn die Vorsorgearbeiten werden bereits lang vor Beginn
der Wintersaison getroffen. Überprüft wurde u.a. die
Einsatzbereitschaft der Schneeräumgeräte und der Weichenheizungen, an
exponierten Streckenabschnitten wurden Schneeschutzzäune aufgestellt
und Lawinenschutzverbauungen kontrolliert. Kurz - die ÖBB sind für
Frost und Schnee gerüstet.

Bis zu 2.000 Mitarbeiter im Gleis- und Weichenbereich

Im Schichtbetrieb sorgen wenn notwendig bis zu 2.000 Mitarbeiter für
die Befahrbarkeit des Streckennetzes. Speziell im städtischen
Ballungsbereich, etwa bei der Wiener S-Bahn, verfügen die ÖBB über
Weichenheizungen von sehr hoher Qualität, ebenso an den Hauptgleisen
der wichtigsten Achsen.

Winterdienst ist "Handarbeit": Schneeräumung von Weichen, Enteisen
von Brücken und Tunnel, Abschaufeln von Bahnsteigdächern oder
Säuberung der Spurrillen bei Eisenbahnkreuzungen erfolgen manuell.
Bei Bedarf wird die Räumung mit gleisgebundenen Schneeräumgeräten wie
Schneepflügen, -fräsen bzw. -bürsten durchgeführt.

Weichenheizung lässt Schnee und Eis schmelzen

Österreichweit sind über 10.000 Weichen mit Weichenheizungen
ausgestattet - von rund 15.000 Weichen insgesamt. Wenn Schnee und Eis
wichtige Weichenverbindungen lahmzulegen drohen, werden
Weichenheizungen automatisch aktiv und bringen den Schnee im
Weichenbereich zum Schmelzen. Bei widrigen Witterungsverhältnissen
mit zusätzlich Wind und Kälte hat der Fahrdienstleiter darüber hinaus
die Möglichkeit, mit der sogenannten "Flugschneetaste" für eine
festgelegte Zeit ein "Dauerheizen" zu veranlassen, damit Weichen frei
von Schnee und Eis bleiben.

Winterdienst auf über 1.000 Bahnhöfen und Haltestellen

Bereits in den frühen Morgenstunden sind Winterdienstfirmen im
Anlassfall im Einsatz und befreien über 1.000 Bahnhöfe und
Haltestellen von Eis und Schnee. Allein bei den Verkehrsstationen
wird eine Fläche von rund drei Millionen m2 frei von Eis und Schnee
gehalten. Überdies wird bei ÖBB-Gebäuden eine Tauwetterkontrolle
durchgeführt.

Naturgefahrenmanagement - 50 Mitarbeiter beurteilen Lawinengefahr

Für den alpinen Raum sind Lawinenstriche typisch. Auf definierten
Streckenabschnitten beurteilt der ÖBB-Lawinenwarndienst mit rund 50
Mitarbeitern die Lawinengefahr für den Bahnbetrieb. Bereits im Sommer
werden Schutzbauten inspiziert und ausgebessert. Im Winter
unterstützt die ÖBB die örtliche Lawinenwarnkommission, beurteilt die
aktuelle Schneelage und setzt entsprechende Maßnahmen.

Punktgenaue Wetterprognosen und ständige Verbesserungen

Entscheidend für die Aktivierung der Einsatzkräfte ist die
Wettervorhersage. Die ÖBB verfügen seit einigen Jahren über ein sehr
genaues Wetter-Vorwarnsystem (Schneehöhe, Wind, Temperatur).
Dementsprechend werden die Bereitschaften organisiert und das
Personal gegebenenfalls mobilisiert.

Die ÖBB arbeiten an der permanenten Weiterentwicklung der
Wintertauglichkeit aller relevanten Eisenbahnanlagen. Beispielsweise
gibt es Arbeitsgruppen, die während des Winters Schwachstellen
analysieren, Verbesserungen überlegen und vor Beginn der nächsten
Wintersaison diese einbringen bzw. umsetzen (z.B. wo ist es
sinnvoll/notwendig, zusätzliche Weichenheizungen anzubringen, wo
müssen zusätzliche Überprüfungen von Anlagen vorgenommen werden usw.)

Grundsätzlich ist eine 100 prozentige Störungsfreiheit im Winter beim
Zusammentreffen von Schnee, Eis, Wind und Kälte nicht möglich. Aber
die ÖBB haben sich bestmöglich auf den Ernstfall vorbereitet. Im
Störungsfall stehen alle verfügbaren Mitarbeiter im Einsatz, um diese
so rasch wie möglich zu beheben - und Weichen gegebenenfalls auch
händisch zu stellen.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern
österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und
Gütern. Mit konzernweit rd. 42.500 MitarbeiterInnen (inkl. Lehrlinge
44.125) und Gesamterträgen von rd. 6,1 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern
ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Im Jahr 2010 wurden von
den ÖBB 460 Mio. Fahrgäste und 132,9 Mio. Tonnen Güter transportiert.
Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Rückfragehinweis:
ÖBB-Holding AG, Konzernkommunikation
Mag. Herbert Ofner
Pressesprecher
Tel.: 01 93000 44278, Mobil: 0664/617 15 11
mailto:[email protected]

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