- 01.12.2011, 08:00:32
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"Salzburger Stier 2012" geht an Viktor Gernot
Wien (OTS) - Die Gewinner des "Salzburger Stier 2012" stehen fest:
Österreichischer Preisträger ist Viktor Gernot. Ebenfalls
ausgezeichnet werden Fritz Eckenga aus Deutschland und Jürg
Kienberger aus der Schweiz. Der renommierte Radio-Preis für
deutschsprachiges Kabarett ist mit je 6.000 Euro dotiert und wird
beim Kabarettforum "Salzburger Stier" am 11. und 12. Mai in
Saarbrücken überreicht, Gastgeber ist der Saarländische Rundfunk.
Nach geschätzten fünf Jahren netto Probezeiten und weit mehr als
3000 Vorstellungen als Musicaldarsteller, Schauspieler, Sänger,
Ensemblekabarettist, Interviewer, Fernsehmoderator und Musiker, war
Viktor Gernot - österreichischer Stier-Preisträger 2012 - bereit für
individuellere Abenteuer. Sein erstes Solo als Kabarettist lieferte
er 2003 mit "Freistil" ab. Im Duo mit Michael Niavarani entstanden
Programme, wie "Gefühlsecht - Ein Abend unter Freunden" und "2
Musterknaben". Viktor Gernot ging mit seiner Band "His Best Friends"
als Sänger auf Tour, etablierte sich als Solokabarettist und stellte
2007 sein Programm "Grätznfest" vor.
Medienverirrungen, Modetorheiten, Missverständnisse im
komplizierten Beziehungsgeflecht zwischen Mann und Frau und ganz
simple Alltagsärgernisse unterzieht Viktor Gernot auf der Bühne gerne
einer satirischen Bewertung. Sein handwerkliches Können ermöglicht
ihm vielfältige Improvisationen auf höchstem Niveau. Sprache, Gesang
und der Schmäh des "Beute-Wieners" sind die Zutaten seiner
kabarettistischen Miniaturen, die er gerne unter der Kategorie
Freistil eingereiht sehen möchte. Seit März 2011 spielt Viktor Gernot
seine Werkschau "Viktor Gernot ist nicht ganz allein!".
Legendär ist der deutsche Stierpreisträger Fritz Eckenga, Jahrgang
1955, eigentlich schon seit den 70er Jahren. Als Mitbegründer und
Hauptdarsteller sorgte er mit dem musikalischen Kabarett-Projekt
"Rocktheater N8schicht" auf den Bühnen des Ruhrgebietes und im
Fernsehen für Furore; seit vielen Jahren ist er aber auch als Solist
unterwegs. "Ein Wort liebt das andere", dieser Satz ist Fritz Eckenga
Auftrag und Verpflichtung zugleich. Er ist ein wahrer Liebhaber der
deutschen Sprache. Seine Spezialität sind absurd-komische
Alltagsgeschichten, die er mitunter auch zu Lyrik verarbeitet.
Die Schweiz vergibt heuer den "Ehrenstier" - er wird in
unregelmäßigen Abständen vergeben und gilt als Auszeichnung für das
Lebenswerk - an Jürg Kienberger. Der große musikalische Komiker, wie
ihn "Die Zeit" bezeichnet, ist der Leiseste unter den Leisen - und
gerade darum unüberhörbar. Was der Minimalist des Mimischen auf die
Bühne zaubert, ist Kunst der exzessiven Untertreibung. Kienberger,
der 1958 geborene Hotelsohn aus dem Engadin ist Musiker, Schauspieler
und Geschichten-Erzähler. Seine melancholisch-fragilen Geschichten
handeln oft von "gebremster Verzweiflung", wie Kienberger seine Texte
selber bezeichnet. Es sind fast immer Geschichten des Scheiterns, die
Kienberger erzählt, denn der geniale Komiker weiß nur zu gut, dass
nichts so komisch, nichts so fesselnd ist wie das Scheitern und die
zärtliche Verzweiflung. Sich selber bezeichnet Jürg Kienberger als
"Musikspieler", den die Töne unweigerlich in Figuren und Geschichten
hineintreiben. Er entwickelte eine eigene Form des Musiktheaters, die
mit dem Etikett "Liederabend" oder "Kabarett" nur unzureichend
beschrieben wird.
Der "Salzburger Stier" ist mit jeweils 6000 Euro dotiert und wird
jedes Jahr an Kabarettistinnen und Kabarettisten aus Österreich,
Deutschland und der Schweiz verliehen - 2012 bereits zum 31. Mal. Er
ist nicht nur einer der begehrtesten Kabarettpreise, sondern auch die
größte Radio-Koproduktion im Bereich Unterhaltung. Nicht weniger als
zehn Radiostationen arbeiten für den "Salzburger Stier" eng zusammen:
ORF, Schweizer Radio DRS, sieben ARD-Sender sowie der RAI Sender
Bozen.
Den Auftakt des Kabarettforums "Salzburger Stier 2012" in
Saarbrücken bestreitet am 11. Mai 2012 Georg Schramm, Ö1 überträgt
live ab 20.00 Uhr. Die Preisverleihung findet am Samstag, den 12. Mai
2012 statt. Zuvor unterhalten die "Stier"-Preisträger mit Auszügen
aus ihren aktuellen Programmen. Porträts der Ausgezeichneten sind am
20. Mai (Viktor Gernot), 27. Mai (Fritz Eckenga) und 3. Juni (Jürg
Kienberger) im Kleinkunstmagazin "Contra" zu hören - immer sonntags
um 22.05 Uhr in Ö1.(hb)
Rückfragehinweis:
ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit
Barbara Hufnagl
Tel.: (01) 501 01/18175
mailto:[email protected]
http://oe1.ORF.at
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