• 30.11.2011, 14:01:58
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  • OTS0235 OTW0235

Stadtentwicklung am Hauptbahnhof schreitet voran

Neue Flächenwidmung passiert Ausschuss

Wien (OTS) - Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr,
Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung wurde heute,
Mittwoch, die Flächenwidmung für zwei weitere zentrale Gebiete am
neuen Hauptbahnhof Wien behandelt. Sie soll noch in diesem Jahr im
Gemeinderat beschlossen werden. Damit soll eine wichtige
Weichenstellung für die Entwicklung des Areals gestellt werden. Mit
der neuen Widmung kann ein städtebauliches Konzept umgesetzt werden,
das einen lebendigen Stadtteil schaffen wird, architektonische
Akzente setzt und gleichzeitig im Einklang mit dem angrenzenden
Welterbegebiet steht.

Planungen mit UNESCO abgestimmt

Bei der Entwicklung der Projekte wurde genau auf die Anforderungen in
Bezug auf das Weltkulturerbe geachtet. Die Höhen der Gebäude sind,
wie bereits im Masterplan zum Hauptbahnhof vorgesehen, auf 60 Meter
beschränkt. Auch für diese Widmung wurden Visualisierungen erstellt,
um zu garantieren, dass die zentralen barocken Sichtbeziehungen,
beispielsweise vom unteren zum oberen Belvedere, durch die geplanten
Gebäude nicht beeinträchtigt werden. Aufgrund der Nähe des
Hauptbahnhofs zum Welterbe wurden die Planungen regelmäßig mit dem
UNESCO-Welterbekomitee abgestimmt. Als einer der nächsten Schritte
wird eine ExpertInnenkommission der UNESCO nach Wien eingeladen, um
über die weiteren Planungen und Realisierungen zu diskutieren. "Ich
bin davon überzeugt, dass sich Welterbe und zukünftige
Stadtentwicklung per se nicht ausschließen, sondern vielmehr
gemeinsam zu entwickeln sind", so Vizebürgermeisterin Maria
Vassilakou.

Quartier Belvedere - Intercity mit neuem urbanen Platz

Am Wiedner Gürtel zwischen Erste-Campus und Hauptbahnhof soll das
Siegerprojekt des Architekturbüros Jabornegg und Palffy umgesetzt
werden, das durch großzügige FußgängerInnenachsen und einem zentralen
städtischen Platz dem neuen Quartier eine urbane Mitte gibt.
Geschäfte und Gastronomiebetriebe sowie kulturelle Einrichtungen
sollen den öffentlichen Raum beleben. Eine gemeinsame, zentrale
Garage für das neue Viertel ist unterirdisch geplant. Auch notwendige
Anlieferungen sollen über diese zentral erfolgen. Dadurch wird das
neue Quartier autofrei gemacht und eine attraktive Verbindung für
FußgängerInnen zum Bahnhof sichergestellt. Die in der Widmung
vorgeschriebenen großzügigen Arkaden sollen dem neuen Stadtteil ein
unverwechselbares Erscheinungsbild geben.

Offene Erdgeschoßzone

Auf dem Gebiet Arsenalstraße/Alfred-Adler-Straße gegenüber dem
Arsenal konnte der renommierte Architekt Renzo Piano für die
Planungen gewonnen werden. Durch eine offene und großzügige
Erdgeschoßzone gelingt es, den Grünraum des Schweizergartens optisch
in das Areal hineinzuziehen und Blickbeziehungen in das Umfeld
herzustellen. Die schlanken Gebäude sollen auf Stelzen errichtet
werden, wodurch im Bereich des Erdgeschoßes ein transparenter und
offener Bereich entsteht.

Rückfragehinweis:
Mag. Dominik Krejsa, MA
Mediensprecher Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou
Tel.: +43 1 4000 81693
E-Mail: [email protected]

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