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Neues Volksblatt: "Verantwortung" von Michael KALTENBERGER
Ausgabe vom 30. November 2011
Linz (OTS) - Ohne die Verankerung der Schuldenbremse in der
Verfassung droht Österreich Ungemach auf den Finanzmärkten. Das hat
der Wirtschaftsforscher Bernhard Felderer gestern am Rand einer
Investorenkonferenz in New York erklärt.
Nicht, weil die Verfassung zum Sparen unbedingt notwendig ist,
sondern als Signal an die Banken und Ratingagenturen, die es in der
Hand haben, die Zinsen für die Schulden der Republik in die Höhe zu
treiben, sollte es an der Bonität Österreichs nur den geringsten
Zweifel geben.
Und bei Schulden von 216.354.958.016 Euro - das war gestern 17.45
Uhr, seither ist jede Stunde eine Million "Miese" dazu gekommen -
kommt es bei den Zinsen auf jedes Zehntelprozent an.
Die parteipolitischen Spielchen der Opposition, die für ihren
Zustimmung zur Verankerung der Schuldenbremse in die Verfassung
Bedingungen stellt, sind daher für Österreich brandgefährlich. Vor
allem für die Steuerzahler, die das schlussendlich zahlen müssen.
Es ist hoch an der Zeit, dass sich die Blauen, Grünen und Orangen
klar werden, dass auch sie eine Verantwortung haben; nicht nur für
ihre Parteien, für ihre Funktionäre und Mitarbeiter, sondern für
Österreich und seine Menschen.
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
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