ÖH erteilt Vorschlägen aus Töchterles Hochschulplan eine klare Absage
Töchterle fabriziert Plan gegen und nicht für die Studierenden
Wien (OTS) - "Wie zu erwarten war, kommt die Zwischenbilanz, die
Töchterle dem Ministerrat heute aus seinem Hochschulpapier vorlegte,
nicht über ein Schreien nach Zugangsbeschränkungen hinaus. Neue,
konstruktive Konzepte waren erneut keine zu finden. Töchterle hätte
nun nach dem WU Urteil die Möglichkeit, zu den Hochschulen und den
Studierenden gleichzeitig zu stehen und sich bei Ministerin Fekter
für ausreichende Finanzierung einzusetzen. Offensichtlich wählt er
aber den einfachen, für ihn bequemen Weg, in dem er einfach die
Hochschultüren für die Studierenden schließen will", zeigt sich
Angelika Gruber vom ÖH Vorsitzteam verärgert.
"Das Beispiel der WU verdeutlicht sehr schön, wie schlimm die
Situation der Hochschulen ist. Die WU wie viele andere Hochschulen
sind unterfinanziert. Dass die WU den Schritt vor Gericht gemacht hat
beweist den Ernst der Lage - nun geht es darum, mit dieser Situation
sinnvoll und zukunftsorientiert umzugehen. Auf Grundlage von
Töchterles Hochschulplan könnte die WU beispielsweise beschließen,
fünf Mal weniger Studierende aufzunehmen - das kommt einem
Aufnahmestopp gleich. Das kann im Sinne keiner regierenden Partei
sein", so Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH. "Das Beispiel zeigt,
dass die Pläne des Wissenschaftsministeriums nicht für, sondern gegen
die Studierenden gemacht werden."
"Es braucht ein Gesamtkonzept für das Hochschulsystem. Es gibt
tausende bildungshungrige Jugendliche, die ein Studium beginnen
wollen. Zugangsbeschränkungen wirken sozial selektiv, das belegen
unzählige Studien. Werden die Türen der Hochschulen versperrt wird
sich das direkt in der Zahl der Jugendarbeitslosen niederschlagen!
Die Ausbildungssitutaion für junge Menschen muss ganzheitlich
betrachtet werden und es lohnt sich, darin zu investieren. Wann kommt
endlich das Bekenntnis, dass Bildung ein öffentliches Gut ist, das
öffentlich - das heißt vollständig vom Staat - finanziert werden
muss", fragt sich Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH.
Sara Scheiflinger,
Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
sara.scheiflinger@oeh.ac.at,
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